Slum-Tourismus Für und Wider
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Reiseradio-Gespräch mit Dr. Malte Steinbrink
Wer schon mal als letztendlich touristischer Besucher durch einen Slum ging und nicht die Unsensibilität eines mentalen Bulldozers hat , kennt das beklemmende Gefühl: auf jedem Schritt merkt man, dass man eigentlich nicht hier hin gehört und irgendwie stört. Das ist schlimmer, als bei den Abstechern in Dörfer von Einheimischen in der Dritten Welt, die oft touristisch die Erste Welt ist, und wo die objektive Armut oft etwas geradezu gruselig Fotogenes bekommt. Der Slum ist der urbane Bodensatz; egal, mit wie viel Mühe liebe Menschen sich bemühen, ihm auch etwas Würde und Lebensqualität zu geben. Soll man so etwas als Tourist machen? Selbst, wenn man voller guter Absicht kommt? Darauf gibt es keine einfache Antwort, wie uns gleich Dr. Malte Steinbrink erklärt, der sich an der Uni Osnabrück unter anderem mit diesem touristischen Randthema beschäftigt, und den der Studienreiseveranstalter Studiosus als eigentlich Befürworter dieses quasi interkulturellen Austausches bat, die Reiseprofis auf der ITB für die Problematik zu sensibilisieren.
