Touristik Talk

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Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

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Rolf Nöckel: Abholen am Airport

Hörstück Rolf Nöckel / Sprecher Markus Hoffmann

Nach der Rückkehr von der TUI Programmvorstellung auf Gran Canaria musste ich am Flughafen über einen kleinen Text nachdenken, den mir mein lieber Kollege Rolf Nöckel mal zugeschickt hat aus der Reihe seiner Erzählungen „Kompass und Wind“. Da geht es darum, am Flughafen einen Menschen willkommen zu heissen. Eine Situation, manchmal voller Romantik, die nicht nur wegen der Ungewissheit gerade, ob und wann ein Flieger mit der geliebten Person ankommt, durchaus dramatische Züge annehmen kann…

Reiseradio – Sendung 218

  • Ebel: TUI muss weiter wachsen
  • TUI erstmals mit Gutschein
  • 5 Gletscher: wer bietet was?
  • Ski Amadé: Navi auf der Piste

Dass es den Veranstaltern im abgelaufenen Touristikjahr nicht so ganz gut ging, ist mittlerweile hinlänglich dokumentiert und war ja auch nicht anders zu erwarten nach den Ereignissen vor allem in der Türkei, die es notwendig machten, großflächig Reiseströme umzurouten. Zum Glück war die Reiselust der Deutschen nach wie vor hoch. Sie kompensierte etwas den Kostendruck durch die erforderlich gewordene zusätzliche Logistikleistung. Und auch die traditionell etwas höheren Reisepreise in Spanien gegenüber der Türkei verursachten kein zusätzliches Loch in den Ertragsstatistiken der Veranstalter. Dumm nur aus Sicht des organisierten Tourismus, dass die Attraktivität der erdgebundenen Reisen so zunahm. Ein Feld, auf dem die TUIs und Cookies und DERlers traditionell eher schwächeln.

So kann man auch die Strategie von Sebastian Ebel, dem Chef der TUI Deutschland, besser nachvollziehen, der eine Verdoppelung der buchbaren Hotels auf 150.000 beschloss. Sie sollen vor allem abseits der sonnigen Badewannen-Ziele, in denen die TUI ohnehin gut aufgestellt ist, jeden Übernachtungswunsch auch im Zeichen des Smileys gewährleisten. Egal, ob nun aus dem erdgebundenen Bereich, dem Städtetourismus oder dem Bausteingeschäft.

Die immer stärkere Öffnung der Veranstalter hin zu den individuell konfigurierbaren Urlauben macht eine größere Angebotsvielfalt erforderlich. Zumal, wenn man darauf baut, dass die Reisebüros angesichts der kommenden EU-Pauschalreiserichtlinie in Zukunft lieber wieder das Komplettpaket über einen Partner verkaufen, um nicht selbst in eine Haftungsfalle zu tapsen.

Für die TUI war das unter all den Großen der bedeutendste Paradigmenwechsel: sich zu lösen vom Credo der Exklusivität und nur bei der TUI Buchbarkeit, wieder hin zum vergleichbaren Vollsortimenter. Darüber mehr im Gespräch mit Sebastian Ebel.

So viele neue Hotels bedeuten denn auch zwangsläufig eine Riesenaufgabe hinter den Kulissen. Wie umgehen mit Bettenbanken, und bei ihnen die Spreu vom Weizen trennen? (mehr …)

Sebastian_Ebel

Ebel: TUI muss weiter wachsen

Reiseradio-Gespräch mit Sebastian Ebel

Größe ist nicht alles, aber ohne Grösse ist alles nichts. Diese zugegeben etwas verschwurbelte Weisheit gilt jetzt auch für die TUI. Der größte Veranstalter Europas konnte bisher zwar mit einer gewissen Gelassenheit auf seine Mitwettbewerber schauen, aber das frühere Credo „lieber weniger Hotels, aber dafür handverlesen, nach Möglichkeit exklusiv und noch wünschenswerter, in Eigenregie“ gilt nicht mehr. Dafür ist der Markt zu lebhaft geworden, der Kunde zu sprunghaft in seinen Urlaubsentscheidungen und die Weltlage zu unübersichtlich. Natürlich ist es für die Kalkulation – die letztendlich bedeutender für den Erfolg ist, denn Umsatzzahlen – wichtiger, mit Hotels zu operieren, die sich nicht im Preiskampf der großen Vergleichsportale behaupten müssen. Aber was macht man, (mehr …)

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TUI erstmals mit Gutschein

Reiseradio-Gespräch mit Stefan Baumert

Wer hätte es gedacht? Auch die TUI macht es jetzt: Gutscheine. Allerdings nicht so plump, wie etwa Unister, und auch mit höherer Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich ratz-fatz eingelöst werden. Wer sich mit dem Gedanken trägt, mit der TUI in Urlaub zu fahren, sollte vielleicht doch vor dem Gang ins Reisebüro erst einmal auf die Webseite gehen, also auf tui.de

Je nachdem, wie man dort herumsurft und dem kleinen Computer am anderen Ende der Leitung vorgaukelt, man sei wild entschlossen, jetzt auch zu buchen…, könnte es sehr gut passieren, dass folgendes passiert, wenn man kurz vor Abschluss einer Buchung doch die Seite verlässt: ein Fensterchen ploppt auf, und man bekommt einen Gutschein angeboten. (mehr …)

Die besten Reiseziele für 2017

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Als Reisejournalist wird man ja dauernd gefragt, wo es am schönsten ist auf der Welt, und wie die persönliche Top-10-Liste aussehen würde.. Kann man natürlich nicht beantworten. Auch die KollegInnen von National Geographic können es nicht. Trotz ihrer sicher großen Erfahrungen. Wo es am schönsten ist, das bestimmt immer der persönliche Geschmack. Aber die Hitliste von National Geographic für 2017 hat auf jeden Fall einen Effekt: man möchte überall hin..

Zu Fuß durch die Wildnis von British Columbia

Lonely Planet hat gerade Kanada auf Platz Eins gesetzt als weltweit beste Reisedestination für 2017, wenn man Natur mag. Kein Wunder bei der Vielfalt der Landschaften, die einem den Atem rauben können. Versüßt übrigens noch durch das Jubiläum, das nächstes Jahr ansteht: 2017 feiert Kanada ich selbst, 150 Jahre Bestehen der Konföderation. Wichtigstes Geburtstagsgeschenk für alle Besucher: der Eintritt in die Nationalparks ist kostenlos. Aber auch außerhalb der Nationalparks gibt es Natur satt. Der französische Fotograf Brice Portolano wanderte drei Wochen durch die Wildnis von British Columbia. Hier ist sein Film.

Flug: Kunde ist immer der Doofe

Lautsprecher 218 – der „Was mit Reisen“-Standpunkt

cropped-drensek_kommentar.jpgKurz und knapp: die Kampfansage der Lufthansa Piloten gegen unschuldige Fluggäste ist einfach nur unerträglich egoistisch und rücksichtslos, vom Anspruch her völlig überzogen, und zeigend, wie abgehoben die Piloten mittlerweile sind von Moral und Ethik eines Berufsstandes, der einmal höchstes Vertrauen und Achtung in der Bevölkerung genoss. In dem Zusammenhang ist die Aussage eines Gewerkschaftsheinis bemerkenswert: die Piloten würden natürlich auch jetzt in den Flughäfen sein und Kontakt halten zu den völlig überlasteten Kolleginnen und Kollegen des Bodenpersonals. Aber in Zivil, ohne ihre schmucke Uniform mit den vielen Streifen. Weil sie sonst von den wütenden, verhinderten Fluggästen angepöbelt würden. Mit Recht, möchte man rufen. Eigentlich sollten die Passagiere auf Lufthansa Flügen in der nächsten Zeit zumindest symbolisch nach jeder Ansage des Kapitäns erst mal buhend und pfeifend klar machen, dass sie es satt haben, seit Jahren  als Geiseln genommen zu werden von maßlosen Gewerkschaftsvertretern aus der Luftfahrtbranche.

Das könnte als Lufthansa-Streik-Standpunkt für heute mal genügen. War ja auch deutlich genug. Mal schauen, wie das Scharmützel weitergeht und einem das Fliegen immer weiter vergällt. Ach ja, eines wollte ich dann trotzdem noch loswerden. Und dieses Mal geht es gegen TUI Fly und Airberlin, die beiden sympathischen Airlines, die sich jede Mühe geben, die Kunden immer mehr als lästigen Viehtransport anzusehen. (Andere sich selbst so sehende Qualitäts-Airlines dürfen sich auch durchaus angesprochen fühlen; hatten nur das Glück, letzte Woche von mir nicht persönlich erlebt zu werden..)

Nicht nur, dass die Bestuhlung gefühlt immer enger wird; mittlerweile gibt man auch jede Illusion auf, Service könnte Bestandteil einer Beförderung sein. Flug auf die Kanaren, fast sechs Stunden auf dem Hinweg. Irgendetwas zu essen? Natürlich nicht! Wenigstens ein Glas Wasser? Wo denken Sie hin? Alles bitte bezahlen, wie auf dem no-no-frillsten Billigflieger. Für eine Kaffee-Plörre 2,50 Euro, ebenso für einen Teebeutel, der müde in großzügig noch als warm definiertem Wasser schwimmt. Das ist echt eine Frechheit gegenüber den Gästen, die zusammengefercht über fünf Stunden lang trockener Luft ausgesetzt sind.

Man ist ja mittlerweile leid-erprobt und zu kraftlos, sich gegen die Marketing-Unverschämtheit zu wehren, das erweiterte, natürlich zu bezahlende, Essensangebot als neue Wahlfreiheit über den Wolken aufgeschwatzt zu bekommen. (mehr …)

7 skurrile Gründe für Delays

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Momentan dürften nur die wenigsten Menschen Verständnis aufbringen für die Flugverspätungen und Ausfälle, die ihnen die streikenden Lufthansa-Piloten zumuten. Aber es gibt nicht nur arbeitsunwilliges Flugpersonal. Manchmal sind es auch eher skurrile Gründe, warum auf der Anzeigetafel steht „delayed“. Lustig zu lesen, wenn man nicht betroffen  ist. Gut zu wissen, das man in diesen Fällen wenigstens Schadensersatz bekommen könnte. Hier die Liste der wahrscheinlichsten Gründe, zusammengestellt von EU-Claim.

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5 Gletscher: wer bietet was?

Reiseradio-Gespräch mit Christina Ruhfass

Nicht nur für Makler gilt der Glaubensgrundsatz: Lage, Lage, Lage. Auch im Tourismus spielt es eine große Rolle, ob man mit seinem Angebot die Pole-Position hat. Und was bedeutet das für Wintersport? Natürlich Schneesicherheit. Nichts ist wichtiger neben der natürlich notwendigen Infrastruktur. Von der Lage her haben die „5 Gletscher“ in Tirol natürlich etwas Bestechendes: rund 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Da brauchen die Pisten-Verantwortlichen nicht so viel Gedanken verschwenden an Schneekanonen. Höhe ist immer noch ein Ruhekissen für gut funktionierende Naturschneepisten. (mehr …)

Christoph_Eisinger

Ski Amadé: Navi auf der Piste

Reiseradio-Gespräch mit Dr. Christoph Eisinger

Fleissige Hörer des Reiseradios wissen es: wenn ich über Skifahren rede, dann ist das so, als wenn ein Farbenblinder ein Referat über die kolorierte Pracht des Seerosenteichs von Claude Monet halten soll. Ich trau mich auf keine Bretter. Und wenn ich oben an einer Seilbahn stehe im Winter – was ich durchaus gerne tue, denn Nicht-Skifahrer finden auch das Bergpanorma und die Luft toll, und manchmal sogar auch das Essen auf der Hütte – dann wundere ich mich immer, wie das so funktioniert mit diesem Wust an Pisten quer über den Hügel, und dass man nicht orientierungslos wird, wenn man auch noch auf Entdeckungsreise gehen mag in einem Skigebiet wie Ski Amadé mit 760 Pistenkilometern.

Die Lösung liegt vor: die neue Datenskibrille, die ich mir dort ausleihen könnte. (mehr …)