Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

Touristik Talk

Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Kehrtwende bei Cook

Lautsprecher 193 – der „Was mit Reisen“-Standpunkt

cropped-drensek_kommentar.jpgMan könnte sagen, es menschelt wieder im Reisevertrieb. Jenseits der medialen Wahrnehmung vor allem auf den privaten Fernsehkanälen mit ihrem Bombardement an touristischen Werbespots für irgendwelche Buchungs-Portale scheinen die Veranstalter nach einer zwischenzeitlichen Begeisterung für den Vertragsabschluss im Web wieder verstärkt auf die Beratung im Eigenvertrieb oder durch Reisebüros zu setzen.
Zwar schlüpft auch Thomas Cook wieder zum Abverkauf auf die Plattformen von Unister, aber die überraschende Personalie, offensichtlich den Chief Digital Officer nicht mehr zu benötigen, spricht Bände. Unter dem ebenfalls freigesetzten CEO Michael Tenzer war es erklärte Strategie des großen Mainstream-Veranstalters, offensiv auf die neue Technik der Verfügbarkeit und Kombination „on a fingertip“ zu setzen. Bei manchen Äußerungen aus dem Hause Cook konnte man sogar den Eindruck gewinnen, mittelfristig strebe man an, etwa Zweidrittel der Buchungen an den heimischen Computer des Urlaubers auslagern zu wollen.
Von allen Managern der Großveranstalter war Tenzer sicher der Technik-affinste. Und unter seiner Führung, die leider manchmal so rigoros und scheinbar alternativlos war, dass ein Großteil der tradierten Mitarbeiter ihr nicht mehr folgen konnten, hat sich Oberursel schneller in den Prozessabläufen modernisiert, als man das von so einem Dickschiff der Branche erwarten konnte.
Aber die Weltlage hat diese Ambitionen brutal ausgebremst. (mehr …)

Iran: Gastfreundschaft pur

Reiseradio-Gespräch mit Hans-Peter Gaul

Vor einiger Zeit noch hätte der Iran bei Straßenbefragungen wahrscheinlich ähnliche Sympathiewerte bekommen, wie Nordkorea. Da war im früheren Persien ein ziemlich durchgeknallter Mahmud Ahmadinedschad der Machthaber, giftete regelmäßig gegen den Westen und hatte die Vernichtung Israels quasi zur Staatsdoktrin gemacht. Kein Land, in das man freiwillig reisen wollte. Unter seinem Nachfolger Rohani hat sich das Image gewandelt. Den Sanktionen sei Dank. Der Iran öffnet sich wieder der Staatengemeinschaft. (mehr …)

Nöckel: Friseur in Peking

Hörstück: Rolf Nöckel / Sprecher: Markus Hoffmann

Banale Erkenntnis: Wer eine Reise tut, der kann, und will, was erleben. Und etwas früher in der Sendung haben wir gehört, dass dies sogar im Luxus-Sektor gilt. Die Begegnung mit interessanten Menschen quasi als Höhepunkt für das Geschichten-Erzählen später daheim. Mein Kollege Rolf Nöckel kann sich auch an dutzende solcher Geschichten erinnern. Sogar an solche, die nahezu kein Geld kosteten, wie unlängst in Peking.

Reiseradio Sendung 192

  • TUI: Marge vor Menge war einmal
  • Aachen: Reit-EM als Event 2015
  • Evaneos: Rundreisen im Internet

In diesem Reiseradio beschäftigen wir uns abseits der Personalie Sebastian Ebel lieber mit dem Brot- und Butter-Geschäft der TUI Deutschland. Und das ist gerade ja ebenfalls nicht frei von Krisen. Die terroristische Mord-Aktion in Tunesien hat das Badeziel tief getroffen und wird viele Umbuchungen nötig machen. Und hinter der touristischen Zukunft Griechenland steht nach der Volksabstimmung, so rechtlich irrelevant sie auch sein mag, ein immer größeres Fragezeichen. Wer noch nicht gebucht hat, wird eine intensive Risiko-Abwägung starten, ob ein entspannter Urlaub überhaupt möglich sein wird in Hellas.
Aber selbst bei den Winter-Prognosen, um die es ja im Kern ging auf der Pressekonferenz auf Kreta, ist vieles noch so geduldig wie das Papier der Pressemitteilungen. Wird es angesichts der Euroschwäche tatsächlich den Run auf die Fernziele geben mit ihren steigenden Preisen? Wird die neue Konzernvorgabe, größere Marktanteile zu erzielen, sich umsetzen lassen bei einem Qualitätsprodukt, das bei der in den letzten Jahren so forcierten Service-Fokussiertheit zwangsweise over all etwas teurer ist als der Markt? Wird das neue Hotelkonzept Blue greifen? (mehr …)

TUI: Marge vor Menge war einmal

Reiseradio-Gespräch mit Dr. Oliver Dörschuck

Die Deutschen sind unbestritten ein reiselustiges Völkchen. Aber trotzdem gibt es seit Jahren ein gewisses Phänomen: die Gesamtzahl der Reisen bleibt ziemlich konstant. Das ist ein positives Signal, wenn man es in Zusammenhang setzt zu all den Krisen, die uns scheinbar immer intensiver berühren. Da gibt es also nur Verschiebungen zwischen regionalen Märkten. Aber der Kuchen wächst auch nicht, wenn man seinen Fokus auf den Buchungsweg richtet: ganz individuell, bausteinig übers Internet oder klassisch-pauschal über den Stationären Vertrieb der Veranstalter. Wer hier wachsen will, zettelt einen Verdrängungskampf auf Kosten der Mitbewerber an. (mehr …)

Aachen: Reit-EM als Event 2015

Reiseradio-Gespräch mit Werner Schlösser

Vorweg gesagt: zu Aachen habe ich natürlich ein besonderes Verhältnis. Schließlich bin ich da geboren und aufgewachsen. Ein gemütliches Städtchen mit nicht mal 250 000 Einwohnern, das sich mit etwa 50 000 Studenten ganz frisch erhält. Durch Karl den Großen und die heissen Quellen des Kurviertels hat man bereits mehr touristische Aufmerksamkeit, als vergleichbare Großstädte. Dazu noch der karnevalistische Orden Wider den tierischen Ernst, der Europäische Karlspreis, das schönste Reitturnier der Welt, das CHIO und der berühmte Weihnachtsmarkt zwischen Dom und Rathaus. (mehr …)

Evaneos: Rundreisen im Internet

Reiseradio-Gespräch mit Johanna Zimmermann

Es soll ja Menschen geben, die bekommen allein schon beim Gedanken daran, zur Urlaubsplanung in ein Reisebüro zu gehen, einen Pickel auf der Nase. Kataloge und Counter, das sei ja alles so schnarchig und uncool – wo doch die unendliche Weite des Angebots im Internet lockt, zu angeblich auch noch günstigeren Reisen. Profis wissen, dass dem nicht so ist. Aber das Bombardement von Ballack, Calmund und Co im Fernsehen führt zu einer gewissen Gehirnwäsche. (mehr …)

Rolf Nöckel: Zypern

Ein Hörstück von Rolf Nöckel, Sprecher: Markus Hoffmann

Zum Ausklang der Sendung zwar kein Hörstück aus Griechenland, aber aus dem verschwägerten Zypern. Hier wurde man auch Krisen-geschüttelt, aber hat sich mittlerweile wieder aufgerappelt. Der Euro ist nicht in der Diskussion, der Tourismus bleibt ein stabiles Pflänzchen; wenn auch auf kleinem Niveau wegen der spärlichen Flugverbindungen. Mein Kollege Rolf Nöckel war nun dort und traf einen Pionier an der 18. Spielbahn.

Reiseradio – Sendung 191

  • Die neuen Pläne von Robinson
  • Ein Horst für jeden Club…?
  • Megahotel Tropical Islands

Wir haben heute in Sendung 191 unseren Schwerpunkt gesetzt auf in gewisser Weise künstliche Urlaubs-Paradise. Als solche fingen auch die Ferienclubs an. Losgelöst von den Zwängen des Alltags sollten die Gäste frei und kreativ eine ganz andere Facette ihrer Seele kennenlernen. Mit viel Kommunikation und ohne Kleiderordnung. Mit Perlenzahlung und Poolspielen. Cluburlaub war in den 70ern extrem polarisierend. Entweder man mochte den unbekümmerten „Kindergeburtstag für Erwachsene“, oder solcherart Remmidemmi war das Sinnbild für den kasernierten Pauschalurlaub schlechthin. Heute steht Club, vor allem natürlich in seiner deutschen Exklusivvariante Robinson, oft für ein soziales Statement: Schaut her, ich bin erfolgreich. Ich kann mir so etwas leisten. Nach vielfältigen Metamorphosen ist Robinson ein Top-Produkt in der Ferienhotellierie. Ich sprach mit Ingo Burmester gerade in Soma Bay in Ägypten  über die Gästezufriedenheit, seine Rendite und die enormen Expansionspläne des Unternehmens der TUI.
Unverzichtbarer Bestandteil des Clubkonzepts sind seit jeher die Animateure, heute Entertainer genannt. Aber auch sie haben eine Wandlung hinter sch: vom immer lustigen Spaßvogel zum Wohlfühl-Assistenten oder professionellen Sport-Trainer. Eigentlich immer noch ein Job für junge Menschen, die mal Lust auf ein Abenteuer im Ausland haben. Und trotzdem gibt es da einen, der immer als leuchtendes Beispiel in Seminaren herhalten muss, wie man sich den idealen Gästebetreuer im Club vorstellt: Horst Wulze. Stationiert in Soma Bay. Sein Alter: 75. Grund genug für ein Reiseradio-Gespräch.
Aber wir werden heute noch extremer in Sachen künstliche Ferienwelt. Eine gute Stunde Fahrt von Berlin entfernt liegt Tropical Islands, Europas größte tropische Urlaubs-Destination in der größten freitragenden Halle der Welt. Über 10 Jahre gibt es sie jetzt schon. Entstanden quasi aus der Konkursmasse des Traums von Zeppelinen als Cargo-Lifter. Am Anfang war Tropical Islands durchaus ärmlich in seiner Exotik und hatte seinen Ruf als Ersatz-Ferienort für finanziell eher klamme Ostdeutsche. Wer heute hinfährt, traut seinen Augen nicht. Die Halle hat das Potential, zu einem Mega-Hotel-Betrieb mit Riesen-Wellness-Bereich zu mutieren. Wie das geplant ist, erfahren Sie im Gespräch mit Geschäftsführer Jan Janssen.

Die neuen Pläne von Robinson

Reiseradio-Gespräch mit Ingo Burmester

Gerade wurde der neue Robinson-Club auf Djerba eröffnet. Und einige Tage vorher fand die Vertragsunterzeichnung im ägyptischen Soma Bay statt für weitere zehn erfolgreiche Jahre am Roten Meer. Zwei touristische Destinationen, die zur Zeit immer noch nicht frei von Sorgen sind. Die Clubgäste scheint es nicht zu stören. Gerade fiel die Entscheidung, auf den Malediven eine zweite Robinson-Insel zu bauen und den vorhandenen Club mit Overwater-Bungalows aufzustocken. (mehr …)