Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

Touristik Talk

Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Ein Horst für jeden Club…?

Reiseradio-Gespräch mit Horst Wulze

Ende der 70er jobbte ich nach dem Abi als Animateur. Unter anderem im wunderbaren, leider so nicht mehr existierenden Robinson Baobab in Kenia. Wir waren ziemlich wild und verrückt. Und zugegeben, damals war ich bekennender Clubfan. Das hat sich über die Jahrzehnte auch irgendwie erhalten, wenngleich sich die Begeisterung eher in Richtung einer wohlwollenden Beurteilung gewandelt hat. Dem Zeitgeist ist’s geschuldet. (mehr …)

Das Prinzip Michael Frese

Lautsprecher 191 – der „Was mit Reisen“-Standpunkt

cropped-drensek_kommentar.jpgAls Journalist lernt man es ganz am Anfang des Volontariats: Menschen machen Nachrichten. Oder auch: Menschen sind Nachrichten. Es ist die Personalisierung von Ereignissen, die komplexe Zusammenhänge begreifbarer erscheinen lässt. Nicht nur in diesen Tagen. Wer Nachrichten konsumiert, weiss, worüber ich spreche. Es sind Köpfe, die stellvertretend stehen für Konflikte, Krisen oder auch Klugheit von Entscheidungen.
Aber auch in der Touristik menschelt es gerade sehr. Vor einigen Tagen war ich eingeladen zur großen Abschieds-Gala für Michael Frese, dem Mr. Dertour. Ein hochrangiges Schaulaufen der Mover und Shaker aus der Reisebranche mit vielen, aus dem Herzen kommenden, Lobpreisungen für einen Manager mit Persönlichkeit, der viele Jahrzehnte im deutschen Veranstalter-Tourismus arbeitete und ihn zuletzt in Führungsposition prägte.
Ich hatte sogar das Glück, noch mehr Zwischentöne über Michael Frese zu erfahren, weil die Dertouristik mich vor Monaten bat, ganz konspirativ Wegbegleiter vor Kameras zu befragen und eine muntere Collage aus den schönsten Momenten als Überraschungsfilm für ihn auf der Gala zu präsentieren.
Dabei fiel mir auf, wie sehr Michael Frese, trotz all seiner Ecken und Kanten, seiner kleinen Schrulligkeiten und cholerischen Momente, geschätzt, ja fast verehrt wurde, wegen seiner Menschlichkeit, persönlichen Bescheidenheit und geradezu Besessenheit für ein gutes Produkt, das sich – natürlich neben der kapitalistisch nicht verwerflichen, überzeugenden Kostendeckung  – nur an einem orientieren sollte: der Befriedigung der individuellen Reisewünsche seiner Kunden. (mehr …)

Dertour Chef Michael Frese – so, wie er wirklich war… :-)

Auf festlichen Abschieds-Galas, zum Beispiel,wenn ein verdienter Top-Manager wie Michael Frese von der Dertouristik in den Ruhestand wechselt, gibt es erfahrungsgemäß lobende Reden. Das ist der offizielle Dank. Und dann gibt es daneben die vielen kleinen Erinnerungen der Weggefährten, die es nicht auf die Bühne schaffen, die aber ein viel näheres Bild des Geehrten zeichnen können. Die Dertouristik hat mich daher gebeten, mit der Kamera diese emotionalen Mosaiksteinchen, die es vielleicht nicht in das Manuskript des verabschiedenden CEOs schaffen, zu sammeln und zu einer Collage zu montieren. Hier das Ergebnis: Michael Frese, wie er wirklich war… (Der Film hatte übrigens seine Premiere auf der Abschieds-Gala in der Alten Oper in Frankfurt)

Megahotel Tropical Islands

Reiseradio-Gespräch mit Jan Janssen

Über 10 Jahre ist es jetzt her, dass die hochfliegenden Cargo-Lifter Zeppelin Pläne finanziell ihre Bruchlandung erlebten. Und dann stand sie da im Märkischen Sand bei Berlin: die größte freitragende Halle der Welt. Bis der malaysische Investor Colin Au kam, und für einen symbolischen Preis und viel Fördermittel aus Brandenburg Palmen und Warmwasserbecken hineinsetzte: Tropical Islands war geboren. Ein gigantischer, überdachter Badepark in einer strukturschwachen Region nördlich des Spreewaldes. (mehr …)

Tropical Islands im „Was mit Reisen“-Check

Die baulichen Fakten sind beeindruckend. 66.000 Quadratmeter überdachte Spielfläche in der größten freitragenden Halle der Welt. Da könnte man bequem den Eiffelturm reinlegen, oder die Freiheitsstatue hineinstellen oder den Berliner Potsdamer Platz überdachen. Aber die Halle ist voller Palmen und künstlicher Badeparadiese. Es handelt sich nämlich um Tropical Islands. Bisher eher ein Begriff für einen Tagesausflug vor allem in der kühlen, regnerischen Zeit. Aber der Regenwald bei Berlin möchte sich vielmehr zu einer Hotel-Destination entwickeln für mehrtägige Aufenthalte. Ob das Potential dafür ausreicht, erkundet „Was mit Reisen“-Reporter Jürgen Drensek in seinem Tropical-Island-Check.

Reiseradio Sendung 190

  • Sex bitte nur in der Suite
  • Reisen nicht nur Tapetenwechsel
  • Zeitungen aus digitalem Kiosk

In der heutigen Ausgabe von „Was mit Reisen“, Ihrem Profi-Podcast für die Touristiker konzentrieren wir uns nicht so sehr auf die heutige Produktion von Urlaub, auf Zielgruppen und Konzepte, sondern mehr auf weiche Faktoren, die nötig sind für ein gutes Erlebnis auf Reisen. Da ist natürlich zunächst einmal die Unterkunft entscheidend. Die Rückzugshöhle sozusagen, wenn man entfernt der Heimat unterwegs ist. Und auch, wenn es da heute so viel neue Entwürfe gibt außerhalb der klassischen Hotellerie, die große Authentizität für schmales Budget versprechen, bleibt einer der Grundträume des schönen Reisens unverrückbar bestehen: einmal ein kleines Märchen zu erleben in einem Luxushotel, die Alltagsrolle abzustreifen und sich auf höchstem Niveau verwöhnen zu lassen.
Die passende Umgebung dafür wäre sicher schnell gefunden. An schönen Häusern, die sich fotografisch perfekt darstellen in prächtigen Coffeetable Bildbänden, mangelt es nicht. Aber erfahrene Reisende trennen da schnell die Spreu vom Weizen. Für das gute Gefühl ist in der Regel nicht die Hard-, sondern die Software verantwortlich. Die guten Geister des Personals. Einer, der diese Rolle des umsichtig dienenden Gastgebers seit Jahren vorlebt, ist Carsten K. Rath, heute einer der Impressarios der Kameha Gruppe. Er hat ein kleines autobiografisches Bändchen geschrieben über seine Erfahrungen in der Hotellerie. Als Angestellter. Titel: Sex bitte nur in der Suite. Das hört sich spannend an. Und deshalb unterhalten wir uns gleich.
Wenn wir unterwegs sind, ist eine Gefahr ganz groß: Dass nämlich nur die Umgebung sich ändert, wir aber im Kopf eigentlich daheim bleiben. Mit unserem Wertesystem, unserer Sicht der Welt und unseren Attitüden. Anders ausgedrückt: unsere interkulturelle Brille ist ziemlich verschmiert. Ergebnis: wir bleiben der flüchtige Tourist und werden nicht zum Reisenden, der die Welt entdeckt.
Einer, der das Surfen zwischen den Kulturen zu seinem Beratungsthema gemacht hat, ist Michael Moritz der Frankfurter Agentur Moritz Communications. Mit ihm spreche ich darüber, wie man es vielleicht vermeiden kann, Reisen als Rallye zwischen Fettnäpfen misszuverstehen.
Hersteller von Printprodukten wissen es: es gibt keine bessere Lesezeit, als die des Unterwegs-Seins. Da werden lustvoll Romane geschmökert, für die man daheim  nie Zeit aufbringen wollte. Und auch Zeitungen und Magazine bekommen ein Interesse, das sich Journalisten immer wünschen würden. Nur gab es beim klassischen Print bislang ein kleines, technisches Problem auf Reisen: das Gewicht und die Verfügbarkeit. Bei Büchern helfen jetzt zum Glück Kindl und Co, und bei Zeitungen und Illustrierten immer häufiger ein Angebot, das sich Media Box nennt: über das Internet lassen sich die Seiten als pdf auf den Laptop, das Tablet oder das Smartphone laden. Topaktuell. Bei Airlines findet man es schon, auf manchen Kreuzfahrtschiffen und in Hotels. Je exotischer und weiter weg von daheim, umso wertvoller. Welches Potential dahinter steckt, darüber spreche ich gleich mit Philipp Jacke, dem Geschäftsführer des dazu gehörenden Unternehmens Media Carrier.

Sex bitte nur in der Suite

Reiseradio-Gespräch mit Carsten K. Rath

Was bleibt eigentlich länger in der Erinnerung an einen Hotel-Aufenthalt? Die Einrichtung des Zimmers? Die prachtvolle Lobby? Der riesige Pool? Die perfekte Inszenierung der Immobilie? Oder vielleicht doch eher der persönliche Service? Dieses Gefühl, hier arbeiten Menschen, denen macht es wirklich eine Freude, mir eine gute Zeit zu schenken. Ok, schenken tun sie es mir nicht. Alles wird sich irgendwo auf der Rechnung wiederfinden. (mehr …)

Zeitungen aus digitalem Kiosk

Reiseradio-Gespräch mit Philipp Jacke

Morgens im Flieger können Zeitungen die persönliche Freiheit schon ganz schön einengen. Zumindest bei den Airlines, die trotz grassierender Service-Unwilligkeit noch Bordexemplare ausgeben. Wenn man dann zwischen zwei FAZ oder SZ Lesern sitzt, wird das Umblättern-Ritual schnell zum Schattenboxen. (mehr …)

Nepal – Eindrücke aus einem Land vor dem Beben

Die Bilder sind verstörend in den Nachrichten. Das schreckliche Erdbeben in Nepal, etwa 80 km westlich der Hauptstadt Kathmandu, das nicht nur viele Menschenleben forderte, hat auch Zerstörung gebracht vieler unersetzlicher Tempel, Schreine und Paläste am Fuße des Himalaya. Noch wissen wir nicht genau, wie verheerend die Schäden an den sieben Weltkulturdenkmälern der Unesco sind. Die ersten Bilder lassen Schlimmstes befürchten. Vor zwei Jahren hatte ich die Möglichkeit, das Tal von Kathmandu für eine Fernsehreportage zu bereisen. Hier ist mein Bericht von damals.

Reisen nicht nur als Tapetenwechsel

Reiseradio-Gespräch mit Michael Moritz

Gerhard Polt hat es in seiner filmischen Satire „Man spricht deutsh“ bitterböse auf den Punkt gebracht: viele Urlauber wechseln nur die Kulisse. Sonne, Sand, Strand, Exotik. Aber sonst hat alles bitteschön so zu sein, wie man es von daheim gewohnt ist. Das ist quasi das Gegenteil von „interkultureller Kompetenz“. (mehr …)