Computer sind toll… In ihnen brummen die Datensätze, verknüpfen sich auf geheimnisvolle Art, vergleichen sich miteinander und streben unablässig in Richtung Rankings, die man auf Knopfdruck abrufen kann für neueErkenntnisse. Manchmal sind diese Erkenntnisse aber auch nur neu für diejenigen, die den Computer bedienen. Und bei vielenInternet–Reiseportalen und Suchmaschinen–Betreiber wird es immer offensichtlicher, dass da Informatikerdahinterstecken, aber keine Touristiker. Die Beziehung zu den Kunden, mit denen sie zu tun haben, hat leicht autistische Züge. Und was sie über ihre Kunden wissen, kommt aus – so der Fachbegriff – nichtteilnehmendenBeobachtungen. Sprich, man schaut nur auf die Klicks, redet aber nicht mit dem Reisenden, dem unbekanntenWesen. Das hindert dieInternetfirmen aber nicht, uns mit immer neuen Studien zu beglücken. Und ich weiß, das wird gleich ein wunderbares Thema für meinen LieblingsprofessorKarlBorn..
Die TUI ist nicht nur ein Veranstalter, der Reisen verkauft. Die TUI ist auch Hotelier. Von allen Veranstaltern der größte. Und da beleuchten wir heute mal zwei Aspekte: Top Thema ist die Marke Sensimar. Was sich anhört wie die Urmutter der Kaffeepad-Maschinen, soll sich zu einem Alleinstellungsmerkmal für Hotels mit viel Sinnlichkeit und Gefühl für die sehr jung gebliebenen Best-Ager entwickeln. Wie das funktionieren kann, dazu befragte ich Andreas Pospiech, den zuständigen TUI-Manager, und seinen Kollegen Hasan Yigit von Sensimar, der als Hoteltester herumreist, um den richtigen Spirit in die Häuser zu bringen.
Hoteltest ist das zweite Stichwort unseres Radioprogramms heute. Aber im Sinne der allgemeinen Leistungsverbesserung. Die TUI bietet all ihren Hotels, die sie verkauft, jetzt auch eine professionelle Beratung an. Die ist verglichen mit vielen anderen herumschwirrenden Hotelexperten sogar einigermaßen günstig. Denn für den Veranstalter ergibt sich eine win-win-Situation. Gute Beratung führt zu guter Leistung führt zu guten Buchungen führt zu Mehreinnahmen. Andreas Kochist der oberste Hoteltester. Er verrät uns, was dahintersteckt.
Soma Bay liegt in Ägypten. Wem sag ich das. Aber es ist gleichzeitig alles andere als Ägypten. Und der einzige Bezug zum Gastland dürften die Mitarbeiter sein, die für das Wohl der Gäste in den vorwiegend Luxusanlagen der abgeschotteten Halbinsel sorgen. Ein Resort, bei dem wahrscheinlich hotelberatend alles richtig gemacht wurde. Trotzdem gibt es natürlich Kritik an der künstlichen Ferienwelt. Ich sprach mit Robert Fellermeier, dem Manager von Soma Bay über die unbestrittene Attraktivität dieser disneyesken Erlebnisghettos, und warum das so ist.
Vielleicht wissen Sie noch nicht, was ein Frikandel ist. Es ist eines der Hauptnahrungsprodukte eines kleinen reiselustigen Völkchens, das die Touristiker allerdings manchmal etwas verzweifeln lässt, weil sie im Ruf stehen, sparsam zu sein, und ihre Wohnung auch gleich auf Rädern mitnehmen wollen. Nun haben unsere holländischen Nachbarnaber eine Internet-Kampagne gestartet, die so lustig ist, dass ich sie im Reiseradio vorstelle. Ein Würstchen wirbt.
Alle hatten dichtgehalten wegen der Börse. Montagfrüh platzte die Bombe: Öger geht zu Thomas Cook. Die Türkei als Ziel wird immer wichtiger für Oberursel. Am Ende wurden die Verhandlungen sehr persönlich. Ob nun mit Tee und Baklava, das wollte Peter Fankhauser zwar nicht ausdrücklich bestätigen, aber man konnte erfühlen, dass es nicht nur um nackte Zahlen ging.
Die Zahlen müssen zwar stimmen, aber Cheftouristiker Michael Tenzer darf wieder ein wenig spielen mit der Ware Urlaub. Thomas Cook Reisen wird bewusst breiteraufgestellt und demokratisiert im Hause das Luxus-Label. Frage ist, wie die künftige Abgrenzung zur Butter-und-Brot-Marke Neckermann geführt wird.
Kleine, feine Bauklötzchen für die Urlaubsreise – so verdient DERTour seit Jahren überdurchschnittlich gut in der Branche. Diesen Sommer gab es durch die WM-Müdigkeit der Fans einen leichten Dämpfer im angestammten Geschäft der Event-Reisen, aber das machte augenscheinlich nichts aus beim Sammeln von Marktanteilen. Michael Frese schaut lieber nach vorn – mit dem IPad in der Hand. Da drauf sind nämlich jetzt alle Kataloge. Ein gewichtiges Argument für eine neue Zeitrechnung.
Karl Born ist pessimistisch, ob die Bahn sich ändern wird in der nächsten Zeit. Mehdorn und seine Kumpane haben das Unternehmen so ruinös ausgebeutet für den Börsengang, dass die Service-Orientiertheit angesichts all derWartungs-Baustellen noch lange auf der Strecke bleiben wird. Neues Denken ist angesagt im Bundesunternehmen – auch wenn es bei der Hitze schwerfällt.
Für einen Tourismusminister, selbst wenn er nur ein stellvertretender ist, muss es sich anfühlen, wie ein Gang nach Canossa, wenn er im Ausland einzugestehen hat, dass nicht alles gut ist , was die heimische Urlaubsindustrie so fabriziert. In dieser undankbaren Rolle befindet sich gerade Georgios Nikitiadis. Griechenlands Image ist nicht gerade prickelnd zur Zeit. Da braucht es ministerieller Beschwichtigungsversuche. Aber wahrscheinlich sind die Rabatte, die auf einmal purzeln, viel hilfreicher.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Die Reiseapotheke möchte der Vater des Malaisefreien Urlaubs sein. Aber nur dann ist sie es auch, wenn das Richtige eingepackt wird. Unser Mediziner Dr. Tomas Jelinek gibt Rat – und warnt gleichzeitig vor der vermeintlichen Schnäppchenjagd nach Heilmitteln im Ausland. Nicht überall, wo Medizin draufsteht, ist nämlich auch Medizin drin.
Vieles im spektakulären Kameha Grand Hotel an den Ufern des Rheins bei Bonn wirkt, als wäre Designer Marcel Wanders auf Extasy gewesen oder hätte mit den Investoren wenigstens ein Tütchen geraucht bei der Planung. Manche finden es grandios, manche auch nur spleenig. Kalt lässt das jetzt schon zum „Hotel des Jahres 2011“ gewählte niemanden. Die Eröffnung war ein Computer-Chaos, aber mittlerweile hat man gelernt, die vollautomatisierte Hotel-Bühne zu bespielen. Ein Interview mit dem Zirkusdirektor Karsten Rath.
Eher um Campingzelte kümmert sich mein Kollege Rüdiger Edelmann. Denn die sollen nach Meinung des DTV wieder Trend werden. Genauso wie Caravanurlaub oder der Wohnwagen mit Grill. My Rolling Holiday Home is my Castle? Zurück in die 50er?
Dort wähnte der Foto-Fachverkäufer auch die Geburtsstunde der Kamera meines Kollegen Rolf Nöckel, bevor er sie der Entsorgung anheim stellen wollte. Ein herzzerreißender Abgesang auf ein „Schätzken“
Wie hundertausende andere, hat auch unser Professor Born zufällig den sexistischen Werbespot einer russischen Billig-Airline auf You Tube angeschaut, in dem, nun ja, ein Flugzeug gewaschen wird. Angesichts der natürlich nur vermuteten sexuellen Orientierung vieler Tourismus-Mitarbeiter wundern wir uns über die Klickrate – aber dann auch über so manch anderes in der Welt des Fliegens
Reiseradio brät sich heute ne Extrawurst. Nicht nur wegen des Achtelfinales – darf’s ein Viertele mehr sein? Der Veranstalter des Vertrauens von Jogi Löw berichtet über seine Strategien für Sommer und Winter. Die Sonne geht vorsichtig auf. Zumindest bekommt der TUI Urlauber auf ausgewählter Fernstrecke dafür eine Garantie. Dr. Volker Böttcher im Gespräch über Aktienkurse, Asche-Marketing und Altenbetreuung. Madame Trés Chic der TUI, Kirsten Feld-Türkis, die Chefin der Nobelmarke Airtours, philosophiert über ihre Marke und eine Liga, wo ein paar Euro keine Entscheidungsrelevanz mehr haben dürften. Und der oberste Herbergsvater der TUI, Karl Pojer, denkt zurück an den grauen Märznachmittag, als er zum ersten Mal vor dem Schweinestall stand und sich visionär vorstellen musste, ob daraus mal nach 10 Jahren das erfolgreiche Land Fleesensee werden könnte… Rolf Nöckel macht sich seine philosophischen Gedanken, was denn da raus kommt, wenn man touristische Visionen hat und Geheimtipps urplötzlich eine beängstigende Eigendynamik entwickeln. Und Karl Born äußerst seine Abneigung, sich in ein paar Anschlägen twitterig kurz fassen zu müssen, lässt sich aber (fast) überzeugen, wie sehr dieses Web 2.0 auch zum erfolgreichen Verbündeten des touristischen Verbrauchers werden kann.
Wie man sich bettet, so liegt man. Aber wie möchten sich die Urlauber morgen betten? Es gibt eine RenaissancederFerienwohnung und des Hauses. Nicht nur bei denen, die Mutti aus Kostengründen kochen lassen, sondern auch aus Gründen des Komforts und der Individualität. Davon profitieren Anbieter wie WoltersReisen. Geschäftsführer ThiesRheinsberg über die Lust am selbstbestimmten Tagesablauf im Domizil auf Zeit und die Unlust der Reisebüros, dieses Produkt aktiv zu verkaufen.
Die neueSinnlichkeit in der Veranstalter-Hotellerie wird gerade mit Marken wie Sentido oder Sensimar aufgeladen. Nicht nur, weil man seinen Gästen etwas Gutes tun möchte bei Thomas Cook und TUI. Es geht um Exklusivität und Unterscheidbarkeit. Und es geht um die Befriedigung immer enger werdender Zielgruppenbedürfnisse. Für die Veranstalter ist es Last und Chance zugleich. Darüber spreche ich mit Dr. IngoBurmester, dem Direktor Mittel- und Fernstrecke bei der TUI.
SecureFlight heißt die neue Sicherheitsmaßnahme der Amerikaner, um bei Flügen in die USA noch früher Zugriff auf die Passagierdaten zu haben. Im Zuge all der Hürden, die eh schon den Trip über den Atlantik mit Reiseunlust aufladen , eher eine Petitesse, aber eine mit schlechter psychologischer Wirkung. Einreisegebühren, Alimentierung der Tourismuswerbung, Offenlegung intimster Daten und immer weitere Durchleuchtungen senden nicht gerade einen Willkommensgruß an potentielle Urlauber.
Alles, was mit Hotel zu tun hat, ist unser Schwerpunkt heute. Da geht es um die 12 Prozent Steuervorteil, und ob der Hotel-Gast davon überhaupt etwas mit bekommt. Der oberste Hotellobbyist Fritz Dreesen steht Rede und Antwort. Das beste deutsche Kuschel- und Wellnesshotel soll an der Ostseeküste sein – in Travemünde. Ich sprach mit Konsul Horst Rahe über sein Erfolgskonzept für die A-rosa Resorts. Am Wegesrand getroffen den prominenten deutschen Literaturkritiker Prof. Hellmuth Karasek – mit äußerst vergnüglichen Erkenntnissen eines „wohl riechenden älteren Herrn“. Alles drin, alles dran, so werben die All Inklusive Hotels. Aber leider bleiben sie häufig hinter den Erwartungen zurück. Clever Reisen hat’s getestet. Erleben Sie im Reiseradio Udo Lindenberg als Kapitän auf dem Rockliner. Uwe Bahn meldet sich von Bord des schwimmenden Hotels der TUI, das in den letzten Tagen immer eine Handbreit Likör untern Kiel hatte. Die ultimative Finanzhilfe für Griechenland und seine Hoteliers und überhaupt alle – wer, wenn nicht Karl Born kennt die Lösung aller Lösungen…? Bestechend einfach, und wieder mal klar, dass noch niemand drauf gekommen ist…
Happy Happy Holiday – normalerweise steht die Tourismus-Industrie nicht gerade im Ruf, besonders tiefschürfend zu sein im Marketing. Gerade jetzt, wo die Ferien-Macher immer noch nicht die Krise überwunden haben. Und dann überrascht dieTUI mit einem sperrigen Produkt namens „Reisen ins Leben“. Zielgruppe sind Menschen, die trauern, die gerade einen Tod in persönlicher Nähe zu verkraften hatten. Sind das nun Truppen voller Traurigkeit, die anderen Urlaubern ihre Ferien vermiesen?Reiseradio fragt nach. Auf La Reunion grassiert das Chikungunya-Fieber. Unser Reisemediziner Dr. Tomas Jelinek sagt, ob man sich dagegen schützen kann – aber vor allem, wie gegen die viel gefährlichere Malaria. In Berlin gibt es seit dieser Woche einen Business-Bus nach Prag. Vorbote einer bald anstehenden Liberalisierung im Transportwesen? Wer hat sich nicht schon schrecklich über das Flüssigkeiten-Verbot im Handgepäck geärgert. Nun soll es bis 2013 bleiben. Karl Born nimmt den Sicherheits-Unsinn auseinander.
Kehraus nach dem Asche-Chaos. Eine Woche nach der größten Krisensituation, die der Tourismus je bewältigen musste, fragen wir nach im Reiseradio, was da eigentlich passiert ist und welche Merkwürdigkeiten es gab. Ein Interview mit dem Leiter des TUI-Krisenstabs, Ulrich Heuer, über adrenalingeschwängerte 140 Stunden – und ein aufgebrachter Karl Born, den die Bankrott-Erklärung politisch verantwortlichen Handelns auf die schräge Palme bringt. Wenn die Flieger in der Luft sind, können auch wieder Meilen gesammelt werden. Jürgen Zupancic von „Clever Reisen“ sagt Ihnen, bei welcher Airline am besten. Und die schönsten Sprüche aus dem Cockpit, die wurden jetzt auch endlich gesammelt: „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt“. Das neue Buch der Spiegel-Online Redakteure Stephan Orth und Antje Blinda. Unser Lesetipp.
Vulkanbedingt ist die Freiheit über den Wolken leider nicht grenzenlos zur Zeit. Tausende Urlauber kommen nicht an ihre Flugziele. Die Veranstalter haben massiv erdgebunden nachgekauft für alle, die jetzt Ferien machen müssen. Profitieren auch die deutschen Mittelgebirge? Am Beispiel Nordschwarzwald zeigen wir die Probleme und Lösungsansätze. Traube Tonbach – eines der erfolgreichsten deutschen Ferienhotels – warum? Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt verrät, dass er die Menüs der deutschen Astronauten entwickelt. Durch den Forst Safaris mit dem Segway – was sich nach Metropolen-Spaß anhört, bringt die kleine Firma E-Move in den Schwarzwald. Badespass in Baiersbronn: Holzzuber, Blütenmilch und Dreigang-Menü.