Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

Touristik Talk

Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Miami Beach – der verrückteste Strand der USA

Auch, wenn die ganz verrückten Zeiten vielleicht vorbei sind – Miami Beach, und hier vor allem der südliche Teil, also das Art Deco Viertel, ist nach wie vor die interessanteste Stranddestination der USA. Bunt, schrill, witzig, hedonistisch, körperbetont – und irgendwie etwas unamerikanisch. Ein Beach mit angeschlossener Kleinstadt, die am besten zu Fuß oder per Fahrrad erkundet werden kann. „Was mit Reisen“-Reporter Jürgen Drensek, der jahrelang selbst hier quasi eine Art zweiten Wohnsitz hatte, auf Spurensuche, was aus dem amerikanischen „Käfig voller Narren“ geworden ist.

Hübner – seit 1853 am Strand

Reiseradio-Gespräch mit Dietmar Karl

Jeder Besucher von Warnemünde läuft am Hotel Hübner vorbei. Das ist zwangsläufig so. Schließlich liegt es direkt an der Strandpromenade. Aber es hat ein kleines Schicksal. Das teilt es übrigens auch mit der Hohen Düne, dem Luxusresort jenseits des Stroms. Wenn man nach Hotel und Warnemünde fragt, wird ziemlich sicher die Antwort „Neptun“ kommen. (mehr …)

Reiseradio Sendung 184

  • a-ja Volkshotel ist erfolgreich
  • Mit HeliView emotional buchen
  • Salzburg ist „Sound of Music“

Das Reiseradio bietet heute ein bunte Mischung von Meer über Mozart bis Movie. Am Meer, genauer gesagt am Strand von Warnemünde existiert seit fast zwei Jahren das erste Resort der a-ja Kette. Das sich selbst so bezeichnende Volkshotel. Quasi eine Art Motel-One mit Urlaubsgirlanden. Ab 39 Euro pro Person und Nacht kann man in bester Strandlage in einem Zimmer schlafen, das von Design und Komfort her viel höherwertig erscheint. Extras, und alles außerhalb der Zimmer ist ein Extra, kosten auch extra. Ob das Konzept angekommen ist bei den Urlaubern, brauchte ich den für Neueröffnungen der Kette zuständigen Direktor David Monte nicht zu fragen, als ich ihn jetzt am Ostseestrand traf. Belegungen über 90 Prozent über das gesamte Jahr geben eine deutliche Antwort. Aber, ob sich das Konzept auch lohnt, hängt von der Spendabilität und der Struktur der Hotelgäste ab. Dazu gab es überraschende Erkenntnisse.
Touristisch steht Mozart für Salzburg. Die kleine, feine Stadt der Hochkultur ist nach Wien das beliebteste Ziel Österreichs. Eine sichere Bank für die Urlaubswerber. Auch 2015 ist das Veranstaltungsprogramm gut mit gefüllt mit Events, zu denen die Hotels Höchstpreise aufrufen können. Aber Salzburg muss für alle Zielgruppen vermarktet werden. Da trifft es sich gut, dass nicht nur das höchst beliebte Schlösschen Hellabrunn mit seinen neckischen Wasserspielen 400. Geburtstag feiert, sondern auch ein Hollywood-Film seit einem halben Jahrhundert allerliebst vor sich hinträllert. Bei uns ist er nahezu unbekannt, aber die Amerikaner lieben das Oskar-gekrönte Werk über die Trapp-Famile: Sound of Music. Und gefühlt jeder US-Besucher in Salzburg will an die Drehorte der kitschigen Schmonzette. Wie schön für Bert Brugger, den Chef von Salzburg Tourismus, dass er wahrscheinlich ein gutes Jahr vor sich hat, wie er mir gleich im Reiseradio-Gespräch verrät.
Ein Touristiker geht in die Luft – und macht daraus eine Geschäftsidee. Salim Sahi ist Chef der traffics Softwaresysteme. Das hört sich zunächst mal für Nicht-Techniker einigermaßen öde an. Portale, Buchungssysteme, dynamische Paketierer sind heute zwar unverzichtbare Hilfsmittel, um am Reisemarkt zu bestehen, aber der Bauchtouristiker vermisst da immer die nötige Emotionalität  der Reiseberatung. Die allerdings liefert ihm Salim Sahi in Hochglanz und HD. Kernstück von traffics ist HeliView – die wunderbaren Hotel-Rundflüge aus der perfekten Vogelperspektive. Wie die ins Herz der Buchungswilligen zielen, darüber unterhalte ich mich mit dem Content-Produzenten, den mittlerweile auch die Reisebüros lieben.

a-ja Volkshotel erfolgreich

Reiseradio-Gespräch mit David Monte

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben eine kleine Pension in einem Urlaubsort. Oder vermieten Apartments. Bis auf wenige Ausnahmen werden Sie in Deutschland eine Jahresauslastung unter 50 Prozent haben. Das reicht gerade so, um den Betrieb aufrecht zu halten. Aber Spielräume für Investitionen, für Modernisierungen und Komfortverbesserungen sind da eng. Und dann hören Sie, da kommt ein neuer Player, der wirklich was vom Geschäft versteht. (mehr …)

a-ja: Zum Budget-Preis in bester Strandlage wohnen

Seit fast zwei Jahren existiert nun das erste a-ja-Hotel der Kette in Warnemünde. Gelegen direkt neben dem zur gleichen Gruppe gehörenden Neptun will das Volkshotel bezahlbaren Urlaub mit hohem Qualitätsniveau bieten. Das Konzept scheint aufgegangen zu sein: über 90 Prozent Belegung über das Jahr. Spitzenwert in Meckklenburg-Vorpommern. Bereits kurz vor der Eröffnung hatte sich „was-mit-Reisen“-Reporter Jürgen Drensek das Günstig-Hotel, in dem jedes Extra extra bezahlt werden muss, angeschaut.

Mit Heliview emotionaler buchen

Reiseradio-Gespräch mit Salim Sahi

Früher war für Touristiker noch die Katalogwelt in Ordnung. Da war man Herr der Informationshoheit. Wie das Hotel dargestellt wurde, oder konkreter gesagt, welche nicht so zauberhaften Details durch gute Bildausschnitte und juristisch abgesicherte, blumige Vernebelungs-Formulierungen den potentiellen Urlauber erreichten, entschied der Veranstalter. Und dem musste man glauben. Tja, und dann kam Google Earth mit seinen Satellitenbildern und Hoiliday-Check und Co mit ihrer Schwarm-Kontrolle. (mehr …)

Griechenland nicht Politikern opfern

Lautsprecher 184 – der „Was mit Reisen“ – Standpunkt

cropped-drensek_kommentar.jpgWenn man sich nur auf die politische Ebene beschränkt, mag einem Angst und Bange werden. Da gibt es martialische Macho-Allüren der neuen Tsipras-Regierung, die sich als Repräsentant eines eigentlich armen Schluckers und Bittstellers für mehr EU-Geld so unglaublich flegelhaft benimmt, dass man schon sehr viel Sympathie für das wunderschöne Land haben muss, um nicht bockig zu reagieren. Das wäre eh nicht angebracht, denn die Leidtragenden an der jahrelangen Misere sind ja die einfachen Griechen, mit denen man als Urlauber überwiegend in Kontakt kommt, und die die liebenswerte griechische Atmosphäre prägen. Ihnen geht es wirklich schlecht. Und wer will ihnen verdenken, dass sie, wie ein Krebskranker nach vergeblicher Chemo doch mal nach homöopathischen Mitteln greifen. Verlieren können sie eh nichts mehr.
Und seien wir realistisch: wen hat es in den letzten Jahren interessiert, wer in Griechenland das Tourismusministerium leitete, und wer das staatliche Fremdenverkehrsamt…? Beide Institutionen machten gefühlt nur durch Inkompetenz und Korruption auf sich aufmerksam. Wenn der Tourismus in Griechenland sich reformierte und positiv neu auf dem Markt positionierte, dann war das eh der Verdienst der Privatwirtschaft und ihrer „Marketing Greece“ Kampagnen. (mehr …)

Salzburgs „Sound of Music“

Reiseradio-Gespräch mit Bert Brugger

Wenn man ein Produkt wie Salzburg vermarkten muss, lebt man eigentlich auf der Sonnenseite der Tourismus-PR. Die Stadt an der Salzach ist mehr oder weniger ein Selbstläufer. Da sorgen schon die ausufernd vielen Festspiele dafür, die nette Altstadt, Mozart an allen Ecken und der Adventmarkt. Und wenn es etwas schnürl-regnet oder in den Bergen der Schnee nicht so recht liegenblieben will, dann reibt man sich im Rathaus die Hände, und die Cafés fahren Sonderschichten für die Tagesbesucher aus der Umgebung. (mehr …)

Reiseradio – Sendung 183

 

  • Reiseanalyse: Urlaubslust bleibt krisenfest
  • Fernbusse: was bringt die Mega-Fusion?
  • Harald Zeiss: Hohe Ehrung für Umweltschutz

Mit gleich zwei Veranstaltungen auf der Stuttgarter CMT beschäftigt sich heute die Ausgabe 183 Ihres Reiseradios. Es waren Terminkalender-Ereignisse, die wahrscheinlich am Publikumsinteresse dieser größten deutschen Nicht-Fachmesse vorbeigingen. Wer zur CMT geht, der will sich vor allem von der internationalen Prospektwelt inspirieren lassen. Und der demonstriert schon das, was Martin Lohmann von der FUR, dem wissenschaftlichen Träger der Reiseanalyse, für das Jahr 2015 prognostiziert: es wird wohl, let’s keep fingers crossed, gereist, wie schon lange nicht mehr. Es sind beruhigende Zahlen für die Industrie. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten scheint die Reiselust weiter zu wachsen. Natürlich ist die Reiseanalyse viel detailreicher. Und deshalb unterhalte ich mich gleich mit Martin Lohmann.
Am Sonntag wurde in einem kleinen, feinen Kreis abseits des Messetrubels auch Professor Dr. Harald Zeiss ausgezeichnet. Der für Umweltschutz und Nachhaltigkeit verantwortliche Manager der TUI erhielt den Columbus Ehrenpreis der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten. Nicht für irgendeine publikumswirksame Aktion, sondern für das Fortschreiben eines Engagements von Europas größtem Reiseveranstalter. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Da braucht man sich nur die direkten Mitbewerber anzuschauen. Es ist auch nicht umsatzfördernd. Denn das weiss man leider nur zu genau: der Urlauber mag es zwar gerne propper und nett und frei von Gewissensbissen – aber nur, wenn es nichts kostet und den Komfort nicht beeinträchtigt. Wie Harald Zeiss in der Tradition von Michael Iwand, seinem Vor- Vorgänger, hier Anspruch und Realisierbarkeit zusammenbringt, darüber sprechen wir gleich.
Ökologisch gesehen ist auch der Reisebus eines der nachhaltigsten Transportmittel, um sein Ziel zu erreichen. Aber das war sicher nicht der Grund für die Liberalisierung, die trotz erbitterten Wiederstands seitens der Bahn die Karten im Fernverkehr völlig neu mischte. Heute sind die Busse, die kreuz und quer durch Deutschland, und auch über die Grenzen hinaus, eng getaktet unterwegs sind, längst kein verkehrstechnisches Stohfeuer mehr. Und auch nicht unbedingt ein Arme-Leute-Transportmittel am unteren Ende des Fahrkomforts. Busse bewegen im zweistelligen Bereich Millionen von Kunden – zugegeben bisher noch zu Kampfpreisen. Jetzt haben sich die beiden größten Unternehmen, „Flixbus“ und „Mein Fernbus“ vereint. Was Dreiviertel-Marktmacht für den Kunden bedeutet, darüber spreche ich gleich mit den Geschäftsführern Torben Greve und André Schwämmlein aus dem neuen Bus-Team.

Urlaubslust bleibt krisenfest

Reiseradio-Gespräch mit Martin Lohmann

Es ist das Schicksal der Reiseanalyse, dass sie im sozusagen populärwissenschaftlichen Teil eine gewisse Beliebigkeit aufweist, die sich zwar gut in sinnfreie Schlagzeilen zusammenfassen lässt, à la „Deutsche reisen wieder mehr“, „Deutsche sind so reiselustig wie noch nie“ oder „Urlaubslust auf Rekordhöhe“ – aber deswegen fällt in den Führungsetagen der touristischen Industrie noch kein Gummibaum um vor Freude. (mehr …)