Ebel, der Super-Mario der TUI?
Lautsprecher 192 – der „Was mit Reisen“-Standpunkt
Im Termin-Leporello der Winterprogramm-Pressekonferenz der TUI auf Kreta war er noch aufgeführt beim Begrüßungs-Cocktail: Christian Clemens als CEO der TUI Deutschland. Nicht wenige Journalisten, ich übrigens auch, freuten sich auf ein letztmaliges Treffen mit dem charismatischen Schweden vor seiner schon beschlossenen Rückkehr in die Heimat. Irgendwie waren wir innerlich vorbereitet auf sein wie immer engagiertes Mantra vom Net Promoter Score, dem Indikator der Kundenzufriedenheit, mit dem TUI Deutschland sich Jahr für Jahr mehr absetzen wollte von der Konkurrenz. Etwas teurer zwar, aber eben so viel Service-orientierter.
Sie als Profi-Touristiker mit dem Kenntnisstand von heute wissen natürlich, dass alles ganz anders kam auf Kreta. Das praktischerweise taktisch gewachsene Heimweh von Christian Clemens nach Schweden hatte just am Tag der Pressekonferenz auf Kreta seinen Höhepunkt. In einer kurzfristig angesetzten, parallelen, außerordentlichen Aufsichtsrats-Sitzung der TUI AG bekam er symbolisch seinen Geschenkkorb mit großer Schleife und durfte (oder musste) bereits ein halbes Jahr früher seiner Familie in Richtung Midsommernacht folgen.
Da hockten wir nun alle zusammen auf Kreta, die TUI Deutschland ohne anwesenden CEO, und spielten business as usual, nach dem Motto „die Karawane zieht weiter“ – egal, ob der Sultan Durst hat, oder nicht. Bloß: wer würde der neue Sultan sein? Einer der anwesenden TUI-Manager? (mehr …)
