Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

Touristik Talk

Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Hotel Bleiche im Spreewald im „Was mit Reisen“ Check

Er ist vielleicht kein deutscher Geheimtipp mehr, der Spreewald ganz im Osten der Republik, etwa eine Stunde mit dem Auto entfernt von Berlin. In den Sommermonaten wird er geradezu überlaufen von Tagestouristen vor allem in Lübbenau – aber im Endeffekt nur für eine Kahnfahrt mit Kaffeetafel durch die mystisch verschlungenen Fliesse, die das Binnendelta der Spree bilden. Ein richtiges Kurz-Urlaubsziel ist er eher für Besucher aus den östlichen Bundesländern und Berlin. Das liegt auch an der fehlenden Hotel-Infrastruktur im gehobenen Bereich.
Dabei ist das Biosphärenreservat wirklich eine Reise wert für Menschen, die die Ruhe und die Natur lieben.
Und so kommt es, dass diejenigen, die auf höchsten Hotelkomfort Wert legen, fast immer ein Ziel im Spreewald haben: das vielfach ausgezeichnete Wellness-Resort Bleiche in Burg. Es gilt als eines der schönsten Wohlfühlhotels Deutschlands.
„Was mit Reisen“-Reporter Jürgen Drensek hat sich beides angeschaut: in Burg den ruhigen Teil des Spreewaldes im Frühjahr, also noch ganz ohne Mücken, mit Besuch bei Kräutersammlern, Trachenstickern und Holzpantoffel-Machern, und das Non-plus-Ultra an kuscheliger Wellness-Kultur im Hotel Bleiche.

Bleiche – Kuscheln im Spreewald

Reiseradio-Gespräch mit Christine Clausing

Die meisten Besucher, die in den verzauberten Spreewald wollen, so zirka eine Stunde südöstlich von Berlin, kurz vor Cottbus, landen im Epizentrum Lübbenau. Dort gibt es dann den Zweiklang Kaffeetafel und Kahnfahrt, vielleicht noch kulinarisch abgerundet durch die Verkostung der gewöhnungsbedürftigen Spreewälder Gurke. In der Hauptsaison ist Rush-Hour auf den verwunschenen Fliessen, wie die Spree-Arme im Binnendelta heissen.

Ruhe findet man eher an anderen Orten im Biosphärenreservat. Einer davon ist Burg. Und dort gibt es eine Hoteladresse, die in einschlägigen Führern mit Lorbeerkranz und Sternchen geführt wird (mehr …)

Reiseradio – Sendung 206

  • Influencer für Schleichwerbung?
  • Beach-Inspector: Sand & Mehr
  • Stappz: Schwarm-Reiseführer
  • Flott radeln in der Ferne

In unserer Ausgabe 206 von „Was mit Reisen“, dem Podcast für die Profis im Tourismus, schauen wir abseits von den Niederungen des Reisesommers 2016 eher auf generelle Trends. Es geht um neues Marketing, um digitalisierte Information für Reisewillige und um Nischen Im organisierten Veranstalter-Geschäft.
Seit einigen Jahren verschwimmen immer mehr die Grenzen und Darstellungsformen in der touristischen Berichterstattung. Gut, es gibt die Fachmedien, wie auch dieses Reiseradio, oder gute Wirtschaftsredaktionen, die sich mit dem Hintergrund beschäftigen. Und einige sehr qualifizierte Reiseredaktionen, die eher den Endkunden als Publikum haben und fundierte Tipps liefern, oder zumindest geschliffene Reiseberichte von Edelfedern. Und dann gibt es die Blogger. Manche durchaus auf hohem journalistischen Niveau im Umgang mit Sprache, Medien und Recherche. Viele aber bewusst verharrend im subjektiven Standpunkt des unbekümmerten Liebhabers, was viel schöner klingt als das Synonym Amateur. Auch sie haben ihren medialen Platz, erst recht eine Berechtigung, weil das nötige Publikum durchaus da ist.
Diese Diskussion brauchen wir heute nicht mehr zu führen. Angestammte Erbhöfe als mediale Gatekeeper gibt es nicht mehr. Jedes Medium sucht sich seine Empfänger. Aber nun wird es spannend. Die Industrie sieht die Blogger immer weniger als stilistische Alternative zum klassischen Journalismus, sondern kapert sie als „Influencer“. Banal heruntergebrochen, als bezahlte Schleichwerber. Gegen Honorar sollen sie ihren Followern eine vordergründig authentische Empfehlung für eine Destination oder ein Produkt oder eine Firma geben. Nun ist Reiseberichterstattung nicht generell verdächtig, allzu kritisch mit dem Objekt des Interesses umzugehen, aber hier bewegen wir uns in eine neue Dimension. Die Reiseindustrie findet zunehmend Gefallen daran, die Berichterstattung als eigener Verleger zu kontrollieren. Darüber unterhalte ich mich gleich mit dem Kommunikationschef der Condor, Johannes Winter.
Um Schwarmintelligenz, die ganz ohne professionelle Berichterstatter auskommt, geht es in zwei Reiseradio-Gesprächen. (mehr …)

Influencer für Schleichwerbung?

Reiseradio-Gespräch mit Johannes Winter

Es ist kein Geheimnis, dass es eine gewisse Spannung gibt zwischen Journalisten und Bloggern im Reisebereich. Da kommt viel zusammen. Unwissenheit über das berufliche Selbstverständnis des anderen, Ängste, dass der ohnehin kleine Kuchen für die Berichterstattung weiter marginalisiert wird, eine gewisse Überheblichkeit auf journalistischer Seite, dass die Blogger ja kein Fachwissen hätten, aber auch umgekehrt eine Ignoranz der Internetler, dass Sorgfaltspflicht und Regeln bei Recherchen durchaus nicht einfach nur zu vernachlässigende Old School Attitüden sind. Ein bisschen mehr Gelassenheit und Neugierde gegenüber dem anderen Lage würde allen durchaus gut tun.
Ein Bereich bleibt allerdings der Knackpunkt. (mehr …)

Beach-Inspector: Sand & Mehr

Reiseradio-Gespräch mit Kai Michael Schäfer

Internet-Ideen gibt es ja wie Sand am Meer. Aber jetzt sprechen wir über eine, die den Sand selbst zur Idee gemacht hat. Sie heisst Beach-Inspector. Auf der Webseite findet man dementsprechend auch ausführliche Bewertungen über Strände für die Urlaubslust. Vordergründig könnte man nun meinen, wieder eine der vielen fleissigen, aber sinnfreien Informationssammlungen im Netz von thematischen Enthusiasten. Schöner Mehrwert für Strandfreunde, aber ohne wirtschaftliche Basis, weil der Strand im Gegensatz zum Hotel eben keine buchbare Urlaubsleistung ist. (mehr …)

Stappz: Schwarm-Reiseführer

Reiseradio-Gespräch mit Dr. Tim Frey

Wer sich mit Autoren von Reiseführern unterhält, erfährt etwas von der Quadratur des Kreises. Ein Ziel soll umfassend dargestellt werden, kompetent beschrieben, mit vielen aktuellen Tipps versehen sein, möglichst „Geheimtipps“ abseits eingetretener Pfade verraten und idealerweise mehrere Zielgruppen ansprechen. Dafür gibt man den Autoren aber nur wenig Zeit für die Recherche vor Ort und noch weniger Honorar. Eigentlich unmöglich.
Kein Wunder, dass viele Bändchen inhaltlich etwas verstaubt daherkommen, (mehr …)

Flott radeln in der Ferne

Reiseradio-Gespräch mit Peter Bär

Wenn man Radfahren mag, und gerne fremde Länder besucht, liegt es doch nah, das gemeinsam in der Gruppe zu tun. Nicht einfach nur in einem blöden Bus sitzen, und die Gegend klimatisiert hinter der Glasscheibe an sich vorüberflitzen zu lassen, sondern ein Land langsamer, aber dafür mit allen Sinnen zu erfahren. Der Teufel steckt natürlich im Detail. Wie soll so etwas ablaufen, wenn die radlerischen Qualitäten der rollenden Reisegruppe sehr unterschiedlich sind? Wenn schöne Wege nicht ausgeschildert sind und man in einem Land unterwegs ist, wo man nicht einfach Einheimische fragen kann, wenn die schnellere Gruppe im Laufe der Kilometer schon außer Sichtweite ist? (mehr …)

Reiseradio – Sendung 205

  • Lohmann: Glück auf Reisen 
  • Bayern: Trend mit Stade Zeiten
  • Wellness Trend-Wirr-Warr
  • Abt Daniel: Wege zum Selbst

In dieser Ausgabe 205 des Reiseradios für die Profi-Touristiker beschäftigen wir uns ausgiebig mit dem zu erkennenden Trend zur Entschleunigung. Martin Lohmann, der wissenschaftliche Leiter der Reiseanalyse, hat die aktuellen Befragungszahlen für uns einmal gefiltert unter dem Begriff Glück und Wohlbefinden. Was muss im Urlaub passieren, damit die Zurückkommenden zufrieden sind, sich „erholt“ fühlen? Sind die klassischen Angebote noch ausreichend? Wie viele Glücksmomente braucht es, und welche, damit der Urlaub insgesamt als „voller Erfolg“ gilt? Im Reiseradio-Gespräch, so viel sei schon gesagt, zeichnet sich ein Plädoyer an die Branche ab, sich wieder mehr um die Motivation der Gäste zu kümmern, als um die digitale Mobilmachung der Buchungsprozesse.

Auch die Bayern knüpfen viele Girlanden um die Besinnung auf das Nichts. Man möchte die erste Region in Europa sein für die Stille. Das hört sich einigermaßen putzig an bei 88 Millionen Übernachtungen in der stärksten Ferienregion Deutschlands. Aber die neue Kampagne mit dem Titel „Stade Zeiten“ – für Nicht-Bayern also Stille Zeiten über die Adventstage hinaus – visualisiert sehr ansprechend, dass Nichtstun äußerst kreativ gefüllt werden kann. Ich unterhalte mich darüber mit Martin Spantig, dem Geschäftsführer von Bayern Tourismus, wie er das vermutete hohe Stresslevel seiner Gäste sedieren will, ohne Bayern zum Langeweiler-Ziel zu machen.

Wenn es um Entschleunigung geht und Entspannung, dann ist ein Wort immer mit drin im touristischen Lösungs-Mantra: Wellness. Aber auch kein Angebot ist unschärfer in seiner Wirkung. (mehr …)

Lohmann: Glück auf Reisen

Reiseradio-Gespräch mit Prof. Martin Lohmann

Auf der ITB wurde dieses Jahr sehr viel über neue Technologie debattiert, über Vertriebsfragen, Digitalisierung der Buchung, effektive Geschäftsabläufe und Preisstrategien. Klar, wenn man sich die bescheidenen Zahlen der Veranstalter zum Stichtag der Messe anschaut, und auch die Verschiebungen ins Internet, dann geht es der Branche um Verteilungskämpfe. Wie kann man noch besser konfektionieren und noch wettbewerbsfähiger kalkulieren? In so einem Moment kommt die Sinnfrage etwas kurz, und Strategen und Trendforscher müssen in die zweite Reihe zurück. (mehr …)

Bayern: Trend mit Stade Zeiten

Reiseradio-Gespräch mit Dr. Martin Spantig

Wenn man sich die Urlaubsmotive anschaut bei der Reiseanalyse, dann gehören bei den Top 10 die Hälfte zur Kategorie Ruhe, Erholung, Auftanken, Seele baumeln lassen. Ok, Sonne ist nicht zu toppen, aber die Sinne werden immer wichtiger. Stille scheint der neue Luxus zu sein. Dem Stress des Lebens etwas entgegenzusetzen. Auch, wenn das Stressempfinden sicher nur subjektiv ist und angesichts unseres Wohlstands in der Welt Jammern auf hohem Niveau sein dürfte.  (mehr …)