Auf dem Deutschen Tourismustag – großes Lob – gab es ein Einführungsreferat, das sich die meisten Deutschland-Touristiker wahrscheinlich nicht hätten leisten können, wenn sie es bezahlen hätten müssen: nämlich die Gebrauchsanleitung, in den Kopf des Kunden zu blicken und ihn entsprechend verführen zu können. Wie das funktionieren soll, werde ich in einer der nächsten Sendungen verraten – im Gespräch mit Dr. Hans Georg Häusel, dem Guru der Marketing-Hirnforschung. Aber auch bei den Programm-PKs der Veranstalter war die segmentierende Marktforschung auf einmal das Topthema. Heute ganz extrem bei der TUI als immer noch konsequentestem Vordenker der Branche. Ist alles toll und auch ziemlich logisch und schlüssig, und versprochen, wir werden es ganz serös sehr bald behandeln als Thema, aber sehen Sie es mir nach… Es juckt einfach zu sehr, dass ich erst mal meinem Lieblingsprofessor Karl Born die Chance geben muss, ein bisschen abzulästern über den Psychologie-Grundkurs für die kleine Expi-Maus 🙂
Frische Erkenntnisse nach der ersten Woche der Winter-Pressekonferenzen. Also die für den Sommerurlaub 2011. Auf der einen Seite wurden die Erwartungen bestätigt – Alles wird besser, aber es ist schon guter, als man hoffte – aber dann durfte man auch staunen über die Vehemenz, mit der die Veranstalter anscheinend buhlen müssen um die Gunst der Expedienten. Was zum Beispiel die REWE-Pauschaltouristik bis zum Sonntagabend in Köln und Bonn für ein Feuerwerk abbrannte, das erinnert schon an die guten alten goldigen Zeiten. Was lacostet die Welt? Geld spielt keine Rolex…Ein fulminantes Showprogramm in einem komplett für diesen Event runderneuerten Maritim Hotel in Bonn (die sonst Maritim-typische Grusel-Rauchglas-Ömchen-Atmosphäre wurde mit tausenden Metern weißen Stoffs geschickt versteckt) … mit Kool & The Gang, den umwerfend tollen à Capella Sängern aus London „The Magnets“, mit den tüllumtosten Appassionante-Airberlin-Sopranistinnen und Party ohne Ende… Ich habe übrigens mal einige Eindrücke mit dem IPhone dokumentiert.
Das riecht nach siebenstelligen Kosten für die gute Laune am Counter, um den Aufschwung nicht zu gefährden und die Beratung in die richtigen Kataloge zu lenken…
Gut, momentan werden wieder mal Umsatzsprünge und zufriedene Gästekarawanen gemeldet und Markt-, oder sonstige Führerschaften verkündet. Das gehört zum Ritual. Aber wenn man genau hinhört, dann spürt man vorsichtigere Prognosen. Die Branche ist sensibilisiert, dass ihre schönsten Planungen immer häufiger von außen umgestoßen werden. Asche, Krankheiten, Unruhen, neue Steuern, Preissteigerungen, ja, auch das musste man verkünden – heute ist man vorsichtig mit Visionen, wo man am Ende der Saison steht.
Thomas Cook und REWE sind die beiden Veranstalter in dieser Sendung. Wir bieten Hintergrundgespräche – natürlich mit den Top-Acts Dr. Peter Fankhauser, Michael Tenzer und Sören Hartmann. Die Zufriedenheit mit der Marge, die Liebe zur Türkei, der Appell an die Hoteliers auf Mallorca, endlich die Wünsche der Deutschen nach einem speziellen All-Inclusive zu erhören, das Vergnügen an 100 Rabatten für 350 Millionen Produkte, der Kampf gegen die Katalogpreisbindung und die Cannabis-Tour in Amsterdam. So, jetzt wissen Sie schon ungefähr und beinahe alles, was unsere Gesprächspartner gleich verraten. Aber es lohnt sich trotzdem, ihnen im Wortlaut zuzuhören. Immer noch Riesenzeitersparnis. 40 Minuten statt einer Woche. Und es gibt den guten Karl Born und mich lästernd noch als Bonustrack obendrauf. Wir regen uns genüsslich wieder mal über Flüge und Zug zu Flügen und über Aufstehverbote in Flugzeugen und saubere Unterhosen wegen Nacktscannern auf. Schön, wenn Sie mitlachen und uns begleiten im Reiseradio.
Drucker aus dem Jemen für jüdische Einrichtungen in Amerika. Das sind ja auch so die typischen Frachtstücke, die mit Zollerklärung zum Warenaustausch der beiden Länder gehören. Irgendjemand muss es nicht jemenitisch, aber spanisch vorgekommen sein. Zum Glück. Denn sonst – nur durch etwa vermutete Standard-Kontrollen jedes Gepäckstücks – wäre nichts aufgefallen.
Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Die Sicherheits-Kasperle-Politiker lassen jede Nagelschere konfiszieren und jedes Duschgel von Standardgröße 125ml, aber beim Fracht-Gepäck zählt offensichtlich beim Ein und Umladen nur die Geschwindigkeit und der Kotau vor den wirtschaftlichen Interessen des Transportgewerbes. Oben stehen die Reisenden in der Schlange, unten gibt es für die Pakete den Fast-Track.
Das ist natürlich ein Thema für meinen Lieblingsprofessor. Aber auch die Auswirkungen des neuen BGH-Urteils sein bestes Produkt betreffend. Schließlich war Karl Born, damals noch als TUI-Vorstand, Erfinder von Rail&Fly. Ein Geschenk für die Urlauber, dass die Reisebranche jetzt viel Geld kosten kann, wenn Herr Grube seine Bahn nicht pünktlich bekommt.
Die Karawane der Winter-Pressekonferenzen für den Sommerurlaub 2011 geht los. Und da bin ich einfach maloptimistisch und passe mich damit der Grundstimmung an, die uns vermutlich die kommenden Sendungen beglücken wird.
Doch bevor wir uns mit dem Aldiana-Sommer befassen…: Glücksgefühle dürfte man auch beim Gedanken empfinden, endlich einmal am Flughafen so behandelt zu werden, wie ein Staatsgast oder der Inhaber der Senatorkarte mit Brillantrahmen. Denn für den Normalbürger wird das Fliegen ja immer mehr zur Zumutung. Und deshalb stieß es manchem Besucher des BTW-Gipfels mächtig auf, dass der Bundesverband der Tourismuswirtschaft eine Airline deshalb mit dem Innovationspreis auszeichnet, weil sie nichts anderes tut als das, was ihr Job ist: den Kunden, die horrende Summen zahlen für die First Class, das Leben auch am Boden so angenehm wie möglich zu machen. Da hat der BTW vielleicht doch etwas die Klientel aus den Augen verloren, für die er eigentlich zu wirken hat.
Viel eher den Innovationspreis verdient hätten Unternehmen am Flughafen, die das Obama-Feeling jedermann anbieten. Und deshalb wird das auch unser Topthema heute. VIP-Service für Fluggäste – am Beispiel Frankfurt.
Peter Wennel hat aufgeräumt bei Aldiana. Der Club-Anbieter war bei aller touristischer Kreativität der vormaligen Geschäftsführer finanziell mächtig ins Trudeln geraten, weil die Lasten, die auf vielen Anlagen drückten, vorsichtig gesagt suboptimal verhandelt waren. Nun ist konsolidiert und man kann anfangen, am Image zu arbeiten. Das ist auchdringendnötig, wenn man behutsam weiter wachsen möchte. Denn im Gegensatz zu Robinson hat der zweite Premiumclub es in all den Jahren trotz eines guten Produkts nicht geschafft, zur Marke zu werden. Geschweige denn, zurSehnsuchts–Marke. Deshalb setzt Peter Wennel jetzt alles auf ein neuesMarketing…. mit einer Marketingexpertin aus dem HauseThomasCook, die dort anscheinend nichts mehr zu tun hatte, seitdem die frühere Edel-Marke im Gesamtprodukt versteckt wird: StefanieHerold.
MecklenburgVorpommern ist Deutschlands Aufsteiger als Ferienregion. Und die Ostsee mit ihren tollenSandstränden ist für viele Urlauber mittlerweile eine klareAlternative zu den Bettenburgen am Mittelmeer. SchöneHotels gibt es auch schon im Osten Deutschlands, und die Infrastruktur ist besser, als an der westlichen Küste. Nur mit der Küche…. da haderten selbst Nicht–Gourmets lange Zeit. Doch auch in den Töpfen hat sich eine Menge getan. So viel sogar, dass Meck Pomm es wagt ein JahrderKulinarik auszurufen. Ich sprach darüber mit TobiasWoitendorf, dem Chefkommunikator des Tourismusverbandes.
KarlBorn und die Internet–Studien. Zwei Universenkrachenzusammen. Das des Touristikers mit denInformatikern, die mit riesigen Datenmengen die touristische Welt mit Ergebnissen beglücken, die Reisefachleute aus Erfahrung schon längst wissen. Der Flugmonitor von Billigflieger.de ist so eine Studie, die geradezu danach schreit, genüsslich seziert zu werden. Von einem Professor, der zwar mal bei der TUI war, aber dennoch mit Zahlenumzugehenweiß.
Computer sind toll… In ihnen brummen die Datensätze, verknüpfen sich auf geheimnisvolle Art, vergleichen sich miteinander und streben unablässig in Richtung Rankings, die man auf Knopfdruck abrufen kann für neueErkenntnisse. Manchmal sind diese Erkenntnisse aber auch nur neu für diejenigen, die den Computer bedienen. Und bei vielenInternet–Reiseportalen und Suchmaschinen–Betreiber wird es immer offensichtlicher, dass da Informatikerdahinterstecken, aber keine Touristiker. Die Beziehung zu den Kunden, mit denen sie zu tun haben, hat leicht autistische Züge. Und was sie über ihre Kunden wissen, kommt aus – so der Fachbegriff – nichtteilnehmendenBeobachtungen. Sprich, man schaut nur auf die Klicks, redet aber nicht mit dem Reisenden, dem unbekanntenWesen. Das hindert dieInternetfirmen aber nicht, uns mit immer neuen Studien zu beglücken. Und ich weiß, das wird gleich ein wunderbares Thema für meinen LieblingsprofessorKarlBorn..
Heute nun endlich aus den quirligen Souks… Das Reiseradio geht in der kommenden Stunde nach Marokko. Der Grund ist die DRV-Tagung dort ab 25. November in Agadir. Das ist, vorsichtig gesprochen, nicht billig für die Gastgeber, diese ganze Karawane deutscher Reiseprofis zu bespaßen für vier Tage. Und, so vermute ich mal, das tut man auch nicht, wenn die Region touristisch läuft, wie geschnitten Brot.
Bei Marokko ist das sicher der Fall, dass ein wenig Marketing höchstnötig ist. Das nordafrikanische Land war zwar mal der Hit bei deutschen Badeurlaubern, die sich schon so reiseerfahren wähnten, dass sie sich trauten, die Exotik abseits von Malle zu erkunden. Aber gerade Agadir ist schon etliche Jahre nicht mehr so recht in Mode. Ganz im Gegensatz zu Marrakesch, diesem Zauberort im Landesinneren, dessen Magie nicht nur Musen von Yves Saint Laurent, hab ihn selig, verzückt.
Die touristische Entwicklung im kleinen Königreich ist das Top Thema heute im Reiseradio. Wir beleuchten sie von drei Seiten. Aus der Sicht des Praktikers – nämlich eines Tophoteliers in Agadir, aus der eines Promotors,nämlich aus dem marokkanischenFremdenverkehrsamt und der eines Politikers – hier des heutigenGouverneurs der Region in uns um Agadir herum, der früher selbst mal Tourismusminister war.
Freuen Sie sich auf Gespräche mit dem Robinson-Clubchef Markus Kempen, mit Hatim El Gharbi, dem Marketingprofi bei den marokkanischen Tourismuswerbern in Düsseldorf und mit Mohamed Boussaid, der voller Optimismus, was sonst, in seinem Gouverneurspalast in Agadir hockt und sich wirklich auf die deutschen Touristiker freut.
Wir bleiben heute auch noch ein wenig länger bei den vermeintlich schwächelnden Urlaubsdestinationen. Welche könnte das sein? Richtig: Griechenland. Aber keine Sorge, wir gehen liebevoll um mit unseren Griechen heute. Dafür sorgt schon mein Gesprächspartner AndreasDeffner, der gerade als „Kaffeeorakel von Hellas“ ein Buch geschrieben hat, das eine Liebeserklärung sein soll. Krise, welche Krise..? Eine Bestandsaufnahme mit viel Sympathie für die gebeutelte Urlaubsregion in 2010.
Ach ja, und mit Karl Born wird wieder kräftig gelästert, und so viele bekommen ihr Fett weg, dass ich sie jetzt gar nicht aufzählen kann… Höchstens einen: den vielleicht Gegenkandidaten zu JochenBüchy in Marokko bei der Wahl des neuen DRV-Präsidenten: JürgenMarbach… Er will jetzt mit der Panik von Reisenden Kasse machen und bietet eineVersicherungspolice an für Schaden durch Terror bei Flügen… Das ist makaber und disqualifiziert eigentlich, die Reiseindustrie zu führen.. oder?
Lästern am Sonntagabend mit KarlBorn. Beim ersten Anruf überlegen wir kurz, welche Sau denn gleich durchs Dorf getrieben werden soll. Marokko war logisch der Ausgangspunkt unserer Gedankenspiele. Besser, die DRVTagung und ihrweihevollesHochamt zu Bestimmung des neuen Präsidenten. Von daher war es nicht weit zu JochenBüchy, dem Bahnmanager und aussichtsreichstenKandidaten. Und weil er von der Bahn kommt, gibt es reflexartig auch gleich was auf die Mütze des Arbeitgebers. Aber da wurde doch auch immer so ein Phantom–Gegenkandidat genannt… JürgenMarbach. Der will jetzt mit eigentlich doch Reise–abschreckendenPanikversicherungen gegen Terroransachlägeauf Fluggäste Kasse machen, konnte man lesen. Dummgelaufen, und ein Steilvorlage für unsere Lästerei…
Der Tourismusgipfel in Berlin. Das Treffen der Creme de la Creme der Reiseindustrie. Ja, da war schon Rang und Namen vertreten im Adlon – keine Frage. Viel dunkler Zwirn und auch politische Präsenz. Aber schon am Tag danach beschlich mich ein unheimliches Gefühl: Stell dir vor, es ist Gipfel, und niemand berichtet darüber. Auch heute, am Sonntag, findet Google gerade mal drei Texte in den Medien: neben AFP noch die Omnibusrevue und den Mobilitätsmanager. Ach ja, und die gute Kollegin Scherer hat’s heute pikiert-amüsiert in der FAS kommentiert.
Und jetzt denke man sich mal eine andere Industriebranche. Und wie die Wirtschaftsteile voll gewesen wären… Die Tourismusbranche hat ein Imageproblem und ein Akzeptanzproblem bei der Politik. Wie könnte man es besser demonstrieren.?
Eine kleine kritische Nachlese deshalb heute auch im Reiseradio. Über Politiker, die nichtssagende, gelangweilte Pflichtreden halten. Und über ein Publikum, das höflich sediert zum Klaqueur mutiert. Wir sezieren genüsslich dieRede desBundesverkehrsministers, die schon unfreiwillig kabarettistische Züge hat, und lassen ihn im Interview der Branche eine Liebeserklärung machen.
Der frühere DRV-Geschäftsführer Dr. Jochen Martin ist nun der Cheflobbyist der Reisebranche in Brüssel. Offiziell heisst es DRV Europabeauftragter. Und momentan hat er ein Thema, das ihn besonders umtreibt: das ist derEuropäische Verbraucherschutz, der angeglichen werden soll. Als Verbraucher sage ich doch reflexartig erst mal toll. Für die Reiseindustrie ist es eine Horrorvorstellung. Denn im Extremfall soll jeder in der Buchungskette einer Reisefür alle anderen haften. Ich sprach mit Jochen Martin darüber, was das für ein Reisebüro unter Umständen bedeutet.
Und klar, zum Abschluss des Tourismusgipfels habe ich mich mit meinem Lieblingsprofessor Karl Born auf die Galerie gesetzt… und ich weiss nicht wieso… aber uns überkam es plötzlich, über diese Gala-Veranstaltung nur noch lästernzu wollen…
Das alles präsentiert sich Ihnen hier im Reiseradio. Denn im normalen Radio haben Sie vom Gipfel nichts hören können. Ist dieser Podcast also auch schon so etwas wie der neue Reisejournalismus? Das war Thema unserer VDRJ-Tagung. Oder soll ich sagen Journalisten-Gipfels? Wie nämlich der Reisejournalismus der Zukunft aussehen könnte – und auf welchen Kanälen er verbreitet wird. Auch dazu ein Hintergrundgespräch mit der PR-Fachfrau Marina Noble und demVDRJ-Geschäftsführer Dr. Klaus Dietsch.
Ich vermute einfach mal, Sie kennen die Muppet Show. Und da die beiden kauzigen Alten oben auf dem Balkon: Waldorf und Statler? Die haben ja immer was zu meckern… Tja, in den Festsälen des Adlon gibt es auch so eine Galerie... Und da traf ich dann rein zufällig meinen Lieblingsprofessor…
Auch in diesem kleinen Reiseradio entführen wir Sie trotz des Regens nicht an sonnige Traumstrände, sondern beleuchten eine etwas trübere Seite des Tourismus: die unerträgliche Leichtigkeit des Seins der Urlauber, wenn es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht.
Gerade deshalb gab es auch Panikattacken in der Branche, als die Regierung die Anfangs dreist als Öko-Abgabetitulierte Flug-Strafsteuer verhängte. Mindestens 8 Euro mehr pro Flug. Das erscheint vielen Profis als echtes Buchungs-Hindernis. Denn selbst eine viel kleinere freiwillige Summe als echte Öko-Abgabe für einen Flug sind nur die wenigsten Urlauber bereit zu zahlen.
Umweltschutz wollen alle. Aber eher solchen, der ihnen selbst den Aufenthalt angenehmer gestaltet. Alles soll hübsch sein, nicht stinken und sich müllfrei präsentieren. Aber bitte ohne eigene Einschränkung des Urlaubsglücks.
Über die sensible Aufgabe, Touristen dazu zu bewegen, für ihren Ressourcenverbrauch einen Ablass zu geben, und ob die neue Initiative Futouris da einen brauchbaren Weg geht, unterhalte ich mich gleich mit dem Umweltreferenten des Deutschen Reise Verbandes, Dr. Peter Zimmer.
Einer der renommierten Tourismuskritiker ist Professor Hansruedi Müller von der Uni Bern. Er mag den Urlaubern zwar nicht ihre schönsten Tage madig machen, ist aber schon etwas frustriert , dass die vielen Jahre des Mahnens letztendlich nur wenig im Bewusstsein bewirkten.
Einer, der sich zumindest vor Ort nachhaltig bewegt, ist Norman Bücher. Er läuft. Aber nicht irgendwo. Am 7. Oktober stellt er sich einer außergewöhnlichen sportlichen Herausforderung: dem Jungle Marathon in Brasilien. Dieser gilt als der gefährlichste Abenteuerlauf der Welt. 222 Kilometer in sechs Etappen läuft man in Eigenverpflegung durch denAmazonas-Dschungel. 35C Grad im Schatten, 100% Luftfeuchtigkeit und die feindselige Umgebung des Regenwaldes stellen eine enorme Belastung für den Läufer dar. Keine normale Pauschalreise also. Aber ungeheuer spannend. Vor seinem Abflug konnte ich noch mit ihm sprechen.
Und Karl Born , der ja auch mit viel Energie mehrere Halbmarathons lief in den letzten Monaten, kann sich immer noch nicht beruhigen, dass der Nacktscanner in Zürich bei ihm vermeintliche Fettröllchen mit Alarmsignal belohnte. Grund genug, weiter genüsslich darüber zu lästern.