Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

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Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Reiseradio 078 – BTW Tourismusgipfel in Berlin / Außenminister Westerwelle über Reiseerfahrungen / Vorgänger Steinmeier über Reisewarnungen / Staatssekretär Burgbacher und das Urlaubs-BIP / Klaus Laepple fordert Respekt / Sieglochs BDL-Luftlöcher / Juist als Futouris-Projekt

Das Reiseradio ist gerade wieder heruntergekommen vom Gipfel. Mitte Oktober gibt es ja traditionell in Berlin touristische Höhenluft zu schnuppern, wenn der Bundesverband der Tourismuswirtschaft unter Klaus Laepple zum Branchentreff ins Adlon ruft. Auch räumlich umzingelt von der Politik wird dann sehr staatstragend von den Urlaubsmachern der gute Anzug zur Schau getragen und eine Aura von Industrieverband unter den Kristall-Lüstern erzeugt. Inhaltlich sind solche Treffen zwar weniger Gipfel, denn Basislager. Knallige Zitate oder überraschende Erkenntnisse sind eher nicht zu erwarten, aber es ist gar nicht so verkehrt, so ein halbes Jahr nach der Weltmesse ITB wieder mal Flagge zu zeigen in Richtung Politik. Und Networking ist auch meistens zielführend abends bei Boulette und Bier.

Dieses Jahr war der BTW-Gipfel vor allem Bühne für die Außenpolitik. Sowohl Außenminister Guido Westerwelle, wie auch sein Vorgänger im Amt, der jetzige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, machten ihre Aufwartung und bekamen mehr als nur freundlichen Applaus.

Für Klaus-Peter Siegloch war es sein erster Auftritt vor dieser mächtigen Fachkulisse als oberster Lobbyist der Luftfahrt, für Staatssekretär Ernst Burgbacher ist es ja fast schon ein Familientreffen, und Klaus Laepple ist wie immer Klaus Laepple und der Fels in der Brandung der Probleme, mit denen der Tourismus trotz eines guten Reisejahrs 2011 zu kämpfen hat.

Für die Nicht-Gipfelteilnehmer gibt es jetzt das Reiseradio mit einer Sondersendung zum Tourismus-Treff in Berlin. Und für die, die da waren, vielleicht noch neue Erkenntnisse, denn was die Podiengäste anschließend dem Reiseradio erzählten, führt vielleicht zu neuen Sichtweisen.

Direkt im Anschluss fand übrigens noch das Futouris-Treffen statt mit der Bekanntgabe des neuen Förderprojekts. Die Insel Juist soll klimaneutral werden. Wie das gehen soll, auch dazu das erste ausführliche Interview natürlich im Reiseradio.

Reiseradio 077 – Dr. Volker Böttcher: die ganze Wahrheit über GET15 bei der TUI / Minister AbdelNour: die ganze Unbekümmertheit über Ägypten / Verkaufschefin Härpfner: die ganz neuen Kleider von Center Parcs / Tourismuswerber Gruber: die ganz schön weiße Ski-WM für Touris in Schladming

Was kann WASMITREISEN Ihnen diese Woche anbieten? Ich komme gerade zurück aus Amsterdam, was ja wirklich immer eine Reise wert ist. Aber Grund des Besuchs war die Neueröffnung der Marina im Center Parc de Eemhof, etwa 40 Minuten Autofahrt von Amsterdam entfernt. Da sind jetzt Luxusapartments entstanden im Stil von Port Grimaud an der Côte d’Azur. Und der im Winter eisfreie Yachthafen kann 20 Meter Yachten aufnehmen. Also beides klassische Attribute der Center Parcs Klientel… J Das hat mich natürlich gejuckt, ein Gespräch zu führen mit der deutschen Verkaufschefin der Ferienresort-Gruppe, Stefanie Härpfner, wie man sich denn künftig positionieren möchte.

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, was sich hinter GET15, dem Reformprogramm der TUI, verbirgt. Aber es ist immer schön, so etwas unredigiert und authentisch aus dem Munde des verantwortlichen CEOs zu hören. Wie man sich fühlt, wenn man 550 Mitarbeiter entlassen muss, wo die Strategie des völlig neuen Webauftritts der TUI ansetzt und wie man intern werben muss, sich dort auch zu engagieren. Wie man Reisebürokunden künftig psychologisch analysiert und ihnen die eigenen Produkte verkaufen möchte. Und warum nicht mehr unbedingt überall das Quäntchen mehr TUI drin ist künftig, obwohl TUI drauf steht. Dr. Volker Böttcher ist wie immer offen im Reiseradio – und verrät auch, ob er ebenfalls eine der mysteriösen Air Berlin Karten besitzt, über die es in den letzten Tagen so viel künstliche Aufregung gab.

Ägypten ist für den Urlauber absolut sicher. Das sagte vor wenigen Tagen seine Exzellenz, Herr AbdelNour, der ägyptische Tourismusminister. Ein sympathischer Herr mit viel Lächeln im Gesicht. Allerdings wusste er da auch noch nicht, dass es wieder Unruhen geben würde am Wochenende in Kairo mit wirklich schlimmen Bildern, die nicht gerade an sonnige Entspannung im Land denken lassen. Doch Monir AbdelNour verströmt generell Optimismus. Wahrscheinlich ist das auch die einzige Währung, die er momentan hat. Denn niemand weiß, was nach den Wahlen im November – also unmittelbar vor der so wichtigen Wintersaison, passiert. Inwieweit radikale Islamisten das Land beherrschen werden. Eine Alptraum-Vorstellung für jeden Touristiker. Herr Minister ist im Gespräch mit dem Reiseradio, na was wohl, mild lächelnd optimistisch.

Noch ist ein wenig Zeit bis zur nächsten Weltmeisterschaft im Skisport, aber Schladming am Dachstein rüstet schon mächtig auf. Bereits in diesem Winter kann man schon mal probefahren auf den neuen Pisten, die extra für das große Ereignis in die Hänge gegraben wurden. Wahrscheinlich sollten das aber auch nur diejenigen im Sinn haben, die auch ansonsten bei schwarzen Pisten keine Schockstarre bekommen. Hermann Gruber vom Tourismusverband erzählt uns, was man von Garmisch gelernt hat, und wie man sicherstellen möchte, dass kein Hotelier auch nur daran denkt, unanständig an der Preisschraube zu drehen.

Reiseradio 069 – Im Maschinenraum des Reiseriesen: Thomas Cook CEO Dr. Peter Fankhauser und die digitalen Briketts moderner Touristik-IT / Magische Orte: die schönsten Flecken der Welt im Gasometer in Oberhausen / Senioren-Landverschickung: Neckermann lässt Urlauben, bis der Arzt kommt

Das Reiseradio ist auf dem Weg nach Krakau, einem Ort, auf den ich mich sehr freue, weil dieses polnische Weltkulturerbe wirklich unheimlich schön sein muss. Für etwas Sightseeing wird hoffentlich auch Zeit sein, aber eigentlicher Grund für die Reise ist die Präsentation der Frankfurter Familie des REWE Mutter. Sozusagen der etwas elitärere Ast des Handelskonzern-Stammbaums. Michael Frese, alles andere würde wundern, wird wieder solide Zahlen präsentieren angesichts seiner weitgehend Krisen-unempfindlichen Klientel. Aber man soll nicht zu viel prognostizieren. Das haben wir ja gerade Anfang der Woche gesehen. Ein frischer, kraftstrotzender Dr. Peter Fankhauser war scheinbar mit sich und der Welt von Neckermann und Thomas Cook Deutschland mehr als zufrieden, obwohl er da schon wusste, dass sein Manni in London ihm den Ruhm allenfalls 24 Stunden gönnen würde. Dann gab es die Gewinnwarnung der PLC. Die Briten und Franzosen verhagelten das deutsche Geschäft. Millionen Euro wurden von den Brokern verbrannt – und niemand interessierte sich noch für den neuen Maschinenraum der Oberurseler, wo das supermoderne IT-Herz schlägt und so viel Profitabilität garantieren soll, wie bei keinem anderen deutschen Mitbewerber. Doch im Reiseradio darf es das äußerst vergnügliche Gespräch noch geben über digitale Briketts und analoges Bauchgefühl – die beiden so unterschiedlichen Stellschrauben des Top-Managers Dr. Peter Fankhauser.

Die Welt ist nicht genug, wenn man in diesen Wochen den Weg nach Oberhausen findet in das Gasometer. Dort gibt es derzeit eine Ausstellung, an der man sich gar nicht sattsehen kann als reisebegeisterter Mensch. Magische Orte – Natur- und Kulturmonumente der Welt. Sieben Weltwunder kannte die Antike. Mehr als 900 Welterbestätten zählt heute die UNESCO. Dazu zählen Meisterwerke der Menschheitsgeschichte und gewaltige Monumente der Natur. Im Gasometer hängen Fotos, dass einem der Atem wegbleibt. Und mittendrin in der gigantischen Blechbüchse des Gasometers thront ein fast 50 Meter hoher Regenwaldbaum. Und wenn Sie erst mal die Begeisterung des Kurator Professor Peter Pachnicke im Reiseradio-Gespräch erlebt haben, dann möchten Sie sofort die Weltreise in den Ruhrpott buchen. Auch im Jahr nachdem man den Titel Kulturregion Europas hatte.

Einmal um die ganze Welt, und trotzdem sicher daheim. Das wäre ja auch so eine Verlockung für ein Zielpublikum, das sich gesundheitlich eigentlich nicht mehr so zu reisen traut, das man aber trotzdem zu Buchungen animieren möchte. Nicht nach Oberhausen, sondern in die klassischen Veranstalter-Destinationen. Thomas Cook hat deshalb den Katalog „gemeinsam Urlaub machen“ erfunden. Das hört sich etwas schwurbelig an – und ist nichts anderes, als eine ärztlich begleitete Pauschalreise. Bei den Rundreisen kennen wir das ja schon, und da erscheint es auch sinnvoll, aber für einen Hotelaufenthalt am Strand? Was sich hinter diesem Sanatorium für Arme verbirgt, erläutert uns gleich der Senioren-Beauftragte des munteren Branchenriesens, Michael Tenzer, der sich natürlich, wenn es seine Zeit noch erlaubt, auch als Geschäftsführer um das Große und Ganze und die Gesunden kümmert…

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedeln muss, wie das derzeit bei den deutschen Cookies der Fall ist, damit sie die reisemüden Briten und Franzosen noch über Wasser halten, dann ist das natürlich ein Fall für die bissige Zunge eines Karl Born. Genauso, wenn es um die tiefenpsychologische Lemming-Attitüde des gemeinen deutschen Urlaubers geht im Fall Nordafrika, die an unterdrückte Panik grenzende Unruhe der Branche über das Storno-Geschenk von FTI oder die Lavendel-Lawine all der neuen Hotelkonzepte, die Exklusivität versprechen wollen, aber eigentlich nur erfunden wurden, um aus den Preisvergleichsmaschinen zu kommen. Also freuen Sie sich auf mein traditionelles Gespräch mit meinem Lieblingsprofessor zur Lage der Reise-Welt.

Karl Born und das freie Storno

Am deutschen Urlauber muss Thomas Cook genesen. Das ist keine böswillige, etwas nationalstolzige Propaganda, sondern leider wirtschaftliche Tatsache. Und damit ein Fall für meinen Lieblingsprofessor Karl Born. Der nimmt ja immer noch Wetten an, wann der unselige Londoner PLC Ausflug der beiden deutschen Reiseriesen endlich zu Ende geht. Aber auch die unergründliche Urlauber-Seele ist uns ein Nachdenken wert, warum sie die nordafrikanische Freiheits-Revolution bejubelte, aber sich nun die Freiheit nimmt, die Länder zu meiden. Wie nervös ist die Branche über das Danaer-Geschenk von FTI namens „Storno-Freiheit“ – und hat sie allen Grund dazu? Es war immer schon etwas feiner, in eine exklusive Hotelmarke zu fahren. Aber wenn jetzt selbst Billig-Anbieter mit Lavendel-Konzepten in die Kataloge drängen, brauchen wir die professorale Markt-Analyse. Fragen Sie Born – und Ihnen wird geholfen.

Reiseradio 068 – Daumen rauf, Daumen runter – Hotels brauchen Gästeempfehlungen bei Rewe Touristik / Blub, blub, und weg war er, der Gast (und Aldiana liebt jetzt die Taucher) / Wollt Ihr das bedingungslose Storno? FTI-Gäste sicherlich…, und die Reisebüros?

„Was mit Reisen“ ist mit der Journalisten-Karawane auf Tournee. Will heißen, in diesen Wochen präsentieren die Veranstalter ihre Winterprogramme und lassen sich – etwas verschwurbelt, wie man das ja schon gewohnt ist – zur laufenden, also der Sommersaison, befragen. Mal abgesehen davon, dass es bei TUI und Thomas Cook aus aktienrechtlichen Gründen wegen London und bei der REWE-Touristik aus generellen Handelskonzern-Vorgaben eh keine knallharten Zahlen gibt, sind auch die anderen Marktteilnehmer durchaus kreativ im Interpretieren der Auftragsbücher. Wenn auf einmal Steigerungsraten in Prozent auf dem Pressepapier stehen oder Zielgebiete aus dem Ergebnis „der besseren Übersichtlichkeit“ wegen einfach mal herausgerechnet werden, da wird der kundige Zuhörer skeptisch. Wie sagte einer der Manager nach dem Abschalten des Mikrophons: „Es gibt die Zahlen der Buchhalter und die des Marketing-Sprechs. Nur in den seltensten Fällen stimmen sie überein.“

Fakt ist: der Reisesommer 2011 ist wie ein Königstiger gestartet und wie ein ziemlich zerstrubbelter Bettvorleger gelandet. Nach dem Buchungs-Boom gleich zu Beginn der Saison gibt es bei fast allen Dellen seit April. Vorsichtige Naturen haben das schon kommen sehen, denn trotz wieder aufgeflammter Reiselust der Deutschen bleibt der Kuchen relativ gleich groß in all den Jahren. Umschichtungen finden also eher untereinander statt. Und zweiter Fakt: Nordafrika hat umso erbarmungsloser die Bilanz verhagelt, je kleiner das Gesamtvolumen eines Veranstalters und je größer sein Engagement in Tunesien oder Ägypten ist.

Das ist natürlich eine Binsenweisheit, aber sie zeigt, dass Marktanteile, Umsätze und Gästezahlen nicht unbedingt etwas mit der allgemeinen Güteklasse eines Unternehmens zu tun haben.

In dieser Sendung widmen wir uns drei Kandidaten: Rewe Pauschal, Aldiana und FTI. Nun weiß man zwar, dass im Sommer nur selten wahre Produkt-Innovationen verkauft werden, aber in diesem Juli war die gepflegte Langeweile schon greifbar. Die TUI lässt ihr Spitzenpersonal mit echt klingenden E-Mail-Adressen angeblich als persönliche Kummer-Sorgenkästen fungieren, Airtours lockt neben den zahlungskräftigen Sinnsuchenden vor allem auch preisbewusste Smart-Shopper in die Premium-Hütten, Rewe Pauschal lässt seine Urlauber „Daumen hoch, Daumen runter“ spielen, um qualitativ bescheidene Domizile aus dem Portfolio zu schnipsen und Aldiana entdeckt sein Herz für Taucher.

Nur FTI in München durchbricht die Sedierung des „Business as usual“. Die Frösche bieten zwei wirkliche Innovationen. Einmal die kostenlose und bedingungslose Stornierung bis 30 Tage vor Reiseantritt, sofern die Reise bis zum Frühbucher-Stichtag 30. September gedealt wurde. Na, da wird der Vertrieb mit seiner Panik vor Rückvergütungen von Provisionen ja Holdrio schreien vor Entzücken. Und, bei FTI bekommt man jetzt schon den Kukident-Rabatt ab 55 Jahre. Übrigens nicht nur für sich selbst, sondern für alle Mitreisenden. Das ist doch ein wertvoller Beitrag zur Generationen-Kultur, möglichst vieles gemeinsam zu erleben. Boris Raoul wird das gleich viel beredter in Worte kleiden können.

Weiterhin im Gespräch: Peter Wennel von Aldiana, der kreativste Bilanz-Interpretierer der Branche, der Gäste-, und Umsatzzahlen gleich zweistellig umzuhübschen vermochte und Sören Hartmann von Rewe Pauschal, der endgültig mit dem feuilletonistischen Schmonzes aufräumt, den Veranstalter-Gast würde das Zielgebiet sonderlich interessieren, in das er Urlaubs-zwangsverschickt wird. Kulisse egal, Hauptsache der Preis stimmt. Nur Gutmenschen mit Faible für die Bereisten wollen das nicht wahrhaben.

Ja, und auf das in der Regel außerordentlich vergnügliche Gespräch mit meinem Lieblingsprofessor Karl Born muss ich heute leider verzichten. Bereits jetzt tagsüber ist Anreise nach Cottbus zu Thomas Cook – Schrägstrich Neckermann. Diese schafften es zwar nicht mehr in diese Ausgabe des Reiseradios, aber ich vermute mal, es wird Rabattformeln geben, dass die Schwarte kracht.

Eine Woche Tournee – Sie haben die Hauptakteure in einer knappen Stunde. Für das Anhören des Reiseradios muss man sich keine Zeit nehmen. Sie wird einem geschenkt…

Reiseradio 057 – Deutschlandtourismus boomt, aber: Warum meiden Ausländer den Osten? / 60 Jahre immer den Gleisen nach: Ameropa / Nicht nur für Leseratten: Dublin ist Literatur-Weltstadt

„Was mit Reisen“ mit dem touristischen Geheimtipp der Woche: Skifahren in Afghanistan. Ja, tatsächlich. Ein italienischer Alpinist will Bamian – etwa 250 Kilometer nordwestlich von Kabul gelegen – zum Wintersport-Reiseziel machen. Das war es nämlich schon mal, bevor die Taliban anfingen, ihr Unwesen zu treiben. Feinster Pulverschnee, unberührte Hänge. Nun ja, die Sicherheitslage ist noch ein kleines Problem, dass es keine Skilifte gibt oder keine Hotels oder Après Ski Kneipen – aber wer Tourismus macht, muss eben Visionen haben. Und noch gibt es wahrscheinlich günstige Investments. Wir werden an der Sache dran bleiben.

Ansonsten kümmern wir uns in dieser Sendung mehr um Naheliegendes. Den Deutschlandtourismus, der im vergangenen Jahr Rekorde feierte mit 380 Millionen Übernachtungen. Wie sind da die Trends für dieses Jahr, und woher kommen neben den Inlandsgästen denn die ausländischen Besucher – und was suchen sie?

Vor allem fragen wir uns auch, wohin gehen die ausländischen Deutschland-Touristen? Eines wissen wir sicher: sie gehen nicht nach Ostdeutschland. Das muss doch Gründe haben. Die Erklärungen liefert Professor Mathias Feige vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Uni München.

Deutschlandtourismus und Ameropa, das war in den Wirtschaftswunderzeiten eine feste Kombination. Ferien mit Bahnanreise. Sonderzüge, Blaskapelle am Bahnsteigrand. 60 Jahre alt wird Ameropa in diesem Jahr. Eine Firmengeschichte mit Höhen und Tiefen – und mit der Notwendigkeit, sich in Zeiten billiger Charterziele immer neu zu erfinden.

Literatur und Reisen – das bedeutet für viele, sich vor der Abfahrt noch schnell einen Reiseführer zu besorgen, oder ein spannendes Hörbuch für die Anfahrt oder einen Schmöker für den Strand. Man kann aber auch literarisch auf Reisen gehen. Und welche Stadt böte sich dazu mehr an, als die, die gerade von der UNESCO zur Welt-Literaturstadt erklärt wurde: Dublin. Was dieser Titel bedeutet, und was der geneigte, des Lesens kundige Besucher in Dublin erleben kann, dazu mehr in dieser Sendung.

Und natürlich werde ich mich nach der Lektüre der merkwürdigsten Meldungen der Woche wieder ganz prosaisch mit meinem Lieblingsprofessor auseinandersetzen, was wir vom Kinderbegrabschen auf Flughäfen, vom durchgeknallten Sicherheitswahn des Innenministers, von Richard Branson als Stewardess, von waffenschmuggelnden Lufthansa-Piloten, nicht richtig handfesten Lockerungen des Flüssigkeits-Verbotes, von Marbachs Scheitern und Schillers Wechsel zu halten haben…