Revolution, aber nicht am Strand – Jugendliche sehen Ägypten-Urlaub
Direktlink: Ägypten-Talk mit Schülern der Fichtenberg-Oberschule, Berlin
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Das Reiseradio-Programm für heute hat passend für die Weihnachtsflüchter Sonne und Palmen… nein, Strand und Meer. Vor allem das Meer unter der Wasseroberfläche. Es geht ums Tauchen in Ägypten. Nie war es zu Weihnachten so günstig, wie heute. Und das Rote Meer ist unabhängig von allen Wahlen und Veränderungen in Ägypten eine der absoluten Traumdestinationen für Taucher. Aber auch hier gilt, gewusst wo. Und deshalb haben wir heute im Reiseradio die beiden Experten Manuela Kirschner und Matthias Bergbauer zu Gast, die uns gleich genau erklären, worauf man beim Buchen eines Tauchurlaubes am Roten Meer achten sollte, damit es ein guter Urlaub wird.
Und weil wir beim Reiseradio so gerne Kontraste mögen, geht es beim zweiten Schwerpunkt um den Urlaub auf dem Lande – in Deutschland. Ja, und da fängt es schon an. Was meint der Drensek damit? Urlaub auf dem Bauernhof, oder Urlaub in Baden-Baden oder Binz? Das Interessante ist, die beiden Ministerien – Wirtschaft und Landwirtschaft – die diese Woche eine Studie dazu in Auftrag gaben, wissen es selbst nicht. Ich habe selten eine so skurrile Pressekonferenz erlebt, wo zwei Staatssekretäre komplett aneinander vorbeiredeten und wir nur hoffen können, dass wenigstens der DRV, der die Studie betreut, genügend Fachkompetenz besitzt. Federführend wird das Walter Krombach von der Willy Scharnow Stiftung überwachen. Ihn habe ich im Gespräch.
Diese Woche soll nun endlich das Papier unterzeichnet werden – dramatisch vor den Pyramiden von Gizeh – das die Ägypter zum Partnerland der ITB 2012 macht. Angesichts des Chaos in Kairo werden Dr. Christian Göke von der Messe Berlin sicher drei Steine vom Herzen plumpsen, wenn die Tinte trocken ist auf der teuren Verpflichtungserklärung. Momentan gibt es noch etliche Lücken bei den Buchungen der Messeplätze. Das ist zwar jedes Jahr so, trotz Deadline Anfang September, aber dieses Jahr ist es noch auffälliger. Über den Trend zur hoffentlich Super-Spätbuchung und einige wunderbare Skurrilitäten spreche ich gleich mit David Ruetz, dem Leiter der ITB Berlin.
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Die Pressekonferenzen in diesen Wochen von den großen Reiseveranstaltern sind geprägt von der Nicht-Schlagzeile. Und es ist ja schon bestechend, dass die ganze Branche eigentlich nur über den Vorstoß von Peter Fankhauser debattiert über eine geprüfte Mindestqualifikation für Reiseveranstalter. Das wäre eigentlich auch noch ein DRV Thema, auch wenn es auf der Thomas Cook PK bewusst als Highlight lanciert wurde.
Aber dass es keine fetten Schlagzeilen gibt, muss ja nicht schlecht sein für die Branche. Die hat sich unisono wacker geschlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz aller Malaisen und innoviert jetzt behutsam das Produkt und hofft endlich auf Synergien durch optimierte Klempnereien im System.
Sören Hartmann von Rewe Pauschal möchte sogar kräftiger wachsen nach einem Jahr der Konsolidierung, wie er es nennt. Und da wird denn auch das Preiszückerchen herausgeholt und das Angebot mächtig aufgestockt. Dazu gibt es dann noch einige Girlanden, die allesamt nicht atemlos machen. Interessant für den journalistischen Beobachter und Sie als Hörer gleich speziell dieser Ausgabe: alle Großen entdecken – Hosianna – das Internet mit den Sozialen Netzen als neue Herausforderung Nummer 1. Und alle bekennen mit einer sympathischen Naivität, dass sie da nur eines sicher wissen: dass sie nämlich so gut wie nichts wissen. Da wird sich also so einiges tun.
Dietmar Gunz von FTI hatte zumindest zwei interessante Bröckchen im Präsentkorb: real zu erlebenden, rührenden Herzschmerz auf dem alten Traumschiff, das bald wieder als FTI-Berlin an die nostalgischen Fernwehträume mit Decksteward Sascha Hehn anknüpfen möchte für die, die sich trotz Viagra nicht mehr so fit für die 2Sam-Hotels für verliebte Paare fühlen… und Nordzypern, das letzte touristische Abenteuer in Europa. Da erweist sich Gunz wieder mal als der Macher, der Visionen umsetzt, von denen die Konkurrenz noch nicht mal ahnt, dass sie bestehen könnten.
Neben Studiosus für die reiselustigen Bildungsbürger gibt es im Münchener Haus auch noch die Marke Marco Polo Reisen. Deren Klientel ist zwar auch mit Sicherheit weit oberhalb des Baumschulen-Niveaus, aber viel lebenslustiger im Amüsemang-Anspruch solcher Reisen. Da dürfen denn auch mal ohne schlechtes Gewissen Badetage angehängt werden, oder eine steinige Trümmerlandschaft am Wegesrand liegen bleiben. Vor allem junge Leute scheint das Konzept sehr anzusprechen. Und auch, wenn Chef Holger Baldus es nie so sagen würde, Marco Polo ist so etwas wie die Elite-Partnervermittlung für angehende Akademiker und junge Singles mit Niveau im Reisemarkt geworden. Spannend.
Persönliche Bandeleien sind gar nicht das Ziel von Young by FTI, und es ist auch nicht ein neuer Jugendreise-Veranstalter. Aber auch in München merkt das Management, dass es immer größere Verständigungsprobleme hat mit seinen blutjungen Azubis und den ebenso jungen Expis am Counter. Bei guter Kommunikation sollten Sender und Empfänger irgendwie synchron getaktet sein, aber wenn die Chefs eine unfallfreie Twittermeldung schon als Erfolg feiern, dann tut ein radikales Umdenken not. Auch da spielen die Frösche wieder Vorreiter, wie Managing Director Richard Reindl (über 40) gleich beredt erläutert.
Und mein lieber Kollege Rolf Nöckel, der das Teenager-Alter ebenfalls vor einigen Dekaden hinter sich ließ, wollte es noch mal wissen. Etwas über 100 Kilo Lebendgewicht in einen Neoprenanzug und dann Canyoning in Frankreich. Uups 🙂