Kurz vor Ende der ZDF-Dreharbeiten für die aktuellen Folgen des Traumschiffs ein Besuch auf der „Deutschland“. Millionen von Fernsehzuschauern kennen die Kulisse von den erfolgreichen Herz-Schmerz-Dramen. Da wird das Schiff der Reederei Deilmann zum Sehnsuchtsort. Aber taugt das auch als Verkaufs-Argument in der touristischen Welt? Reisejournalist Jürgen Drensek hat das „Traumschiff Deutschland“ kritisch-amüsant unter die Lupe genommen und zeigt, was der reale Reisende erwarten kann.
Anlässlich der Dreharbeiten zur 50. Folge des Traumschiffs erfüllte die ZDF-Reiselust einem Zuschauerpaar seinen Herzenswunsch: einmal dabei zu sein, wenn die Filmcrew an Bord der Deutschland geht, um die Szenen zu drehen, die in der Jubiläumssendung für große Gefühle sorgen werden. Für das Paar sind es zwei erlebnisreiche Wochen auf Deutschlands bekanntestem Cruise-Liner. Doch auch die Zuschauer zu Hause sind hautnah dabei. Schließlich dokumentiert das Team der Reiselust mit Jürgen Drensek als Regisseur mit der großen Reportage von Bord des Traumschiffs dieses außergewöhnliche Abenteuer.
Einer der großen Kritikpunkte von Kreuzfahrt-Gästen sind immer die angebotenen Ausflüge von Bord. Da alles perfekt auf die Liegezeit des Schiffs und die Bewältigung der vielen Passagiere abgestimmt sein muss, gibt es oft die standardisierte Bus-Landverschickung. Etwas langweilig, aber dafür auch noch mit gesalzenem Preis. Ein Alternative könnten Ausflüge sein, die man schon daheim über die Plattform www.getyourguide.de bucht. Hier ein Beispiel: ein Hamam-Besuch in Kusadasi, und was einen dort erwartet. Reisejournalist Jürgen Drensek wagte den Selbstversuch
Generationen-übergreifend dümpelt das ZDF Traumschiff seit 30 Jahren durch die seichten Gewässer der Fernsehunterhaltung. Bis heute sind die Einschaltquoten dieses Endlos-Dramolettes gigantisch. Es sind die höchsten Werte im deutschen Fernsehen bei fiktionalen Eigenproduktionen. Und selbst die x-te Wiederholung einer Folge bedeutet Zuschauer-technisch oft den Tagessieg bei der Reichweite. In einer Dokumentation anlässlich des 30. Jahrestages zeigt das ZDF Höhepunkte aus den Jahrzehnten und gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Produktion.
Das Reiseradio stimmt sich ein auf das mediale Weihnachten: Das ZDF Traumschiff dümpelt wieder durch deutsche Wohnstuben. Kleine Nostalgie bei der Sonntagsfolge Vancouver – einer Wiederholung: damals war ich auch mit der Filmkamera an Bord für eine Reportage über die Dreharbeiten des TV-Dauerbrenners.
Das Traumschiff ist unser Topthema in dieser Weihnachtssendung, und wenn wir im Reiseradio über das Traumschiff reden, dann natürlich über die MS Deutschland als touristisches Produkt. Sie war ja in diesem Jahr medial häufiger mal in rauer See unterwegs. Stichwort Ausflaggungs-Versuch, angebliche Demolierung durch die Hockey-Nationalmannschaft, Gerücht des Verkaufs nach Asien, Kapitäns-Entlassung. Alles Dinge, die so gar nicht zur heilen Welt des gerne adaptierten Traum-Images passen wollen. Aber wenn man mal hinter das mediale Geklingel hört, dann überraschen doch die erfolgreichen Zwischentöne. Mit der MS Deutschland und der Reederei www.deilmann.de scheint es aus touristischer Sicht wieder aufwärts zu gehen. In Vorbereitung für die neuen ZDF-Dreharbeiten erwischte ich noch Geschäftsführer Konstantin Bissias per Skype zu einem Gespräch Backstage Traumschiff.
Über 40 Jahre ist es her, dass ein deutscher Produzent von Haushaltsgeräten, nämlich die der Marke Severin, Rudolf Schulte, seine aus heutiger Sicht politisch nicht ganz korrekte Leidenschaft für das Jagen von Großwild durch eine Safari in Kenia krönen wollte. Ich weiß nun offen gesagt nicht, welche Trophäen er Ende der 60er Jahre wieder mit heim ins Sauerland brachte, aber er hatte sich angesteckt. Nicht mit Malaria oder Schlimmeren, sondern mit dem Kenia-Virus, das so viele Menschen befällt, wenn sie die unglaubliche Schönheit und Weite des Landes zum ersten Mal erlebt haben. Mir ging es auch so. Aber Rudolf Schulte hat nicht nur geschwärmt, sondern gehandelt: 1972 baute er ein Hotel nördlich von Mombasa: die Severin Sea Lodge. Bis heute eines der besten Hotels an der Küste und bei den TUI Gästen immer wieder hoch ausgezeichnet. Vor 10 Jahren kam noch ein Safari Camp im Nationalpark Tsavo West hinzu, am Fuße des Kilimandscharo.
Anlässlich des Jubiläums der mittlerweile sogar mit eigener Airline und Safaris im ganzen südlichen Afrika groß gewordenen Severin Travel – http://www.severinsealodge.com – flog ich, nein, nicht mit dem Firmen-Privatjet, sondern kommod mit der Condor nach Kenia, um dort den Sohn von Rudolf, nämlich Severin Schulte zu treffen, der heute die touristischen Geschäfte der Familie führt. Freuen Sie sich auf interessante Reiseradio-Gespräche über die Irrungen und Wirrungen, aber auch die Faszination und Verantwortung, wenn man als Deutscher zwar keine Farm, aber Hotels in Afrika hat. Und noch ein Gespräch in der Wildnis erwartet Sie. Im Severin Safari Camp traf ich ein deutsches Paar, Manja Seifert und Jürgen Pietz, beide aus dem tiefen Osten Deutschlands, die sich ebenfalls einen Traum erfüllt haben: Auswanderung und nun Camp-Direktoren im Busch.
Um Begeisterung für eine Sache geht es auch im letzten Gespräch heute. Auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist. Fritz Roth, einer der bekanntesten Bestatter Deutschlands http://www.puetz-roth.de und Initiator des ausgezeichneten TUI-Projekts „Reisen ins Leben“ http://www.reiseinsleben.de , hat seine letzte Reise angetreten. Er verstarb im Dezember. Ihm zu Ehren möchte ich noch einmal das Gespräch senden, das ich mit ihm zu diesem bemerkenswerten touristischen Produkt führte, und in dem er mit großer Wärme über Verlust und Lust am Leben plauderte. Vielleicht passt das ja auch zur Weihnachtswoche.