Touristik Talk

Wasmitreisen - Das erste Reiseradio für Profis im Internet

Touristik Talk

Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Reiseradio 058 – Athener Staatsanwältin sieht rot: Reisejournalist soll verurteilt werden wegen Glosse über griechische Mentalität / Rundfahrten mit Heiligenschein? Warum „Biblische Reisen“ so erfolgreich sind / Spiritualität als neues Segment – Urlaub für die Sinne

Was ist beunruhigender? Ist es jetzt gefährlicher, mit Delta zu fliegen – wobei die wohl halt nur das Pech hatten, jetzt gerade erwischt zu werden – weil die Prüfer unzählige Ratten-Exkremente von offensichtlich blinden Nagetier-Passagieren in den Flugzeugen fanden? Oder ist es ein besonderer Thrill, zu wissen, dass jeder dritte Fluglotse schon mal eingenickt ist während der Nachtschicht, oder muss ich mich mehr sorgen vor dem anscheinend Nicht-Einzelfall einer angetüdelten Cockpit-Crew, oder dass in Schluri-Ländern wie Indien mal eben die Kinder von wichtigen Persönlichkeiten einer Airline einen Pilotenjob bekommen, obwohl sie bei der Prüfung in Amerika durchfielen…?

All das ändert natürlich nichts daran, dass Fliegen nach wie vor eine der sichersten Möglichkeiten bleibt, von A nach B zu kommen. Aber es gibt schon zu denken, wie nonchalant wir mit solchen Meldungen umgehen.. aber wie über-hysterisch die Sicherheitslobbyisten und die ihnen hörigen Politiker uns permanent mit der Allgemein-Mobilmachung gegen eventuelle Terroristen auf Flugzeugen nerven.

Um Hysterie einer ganz anderen Art, nämlich um die einer angeblich ganzen Nation, die sich in einer sehr fragwürdigen Ehre angegriffen und verletzt fühlt, geht es bei unserem Topthema heute. Und wenn Sie jetzt glauben, es hätte etwas mit Islamisten und wilden Predigern zu tun – weit gefehlt. Die Geschichte handelt von einem „sympathischen Völkchen“ in der Mitte Europas. Griechenland. Und von einem Artikel auf der Online-Seite des Magazins Focus. Der Griechenland-Kenner und Reisejournalist Klaus Bötig wurde von der Redaktion vor etwas über einem Jahr gebeten, auf dem Höhepunkt der von den Griechen verursachten ersten Eurokrise Erhellendes zu schreiben über deren Mentalität. Da war er beileibe nicht der Einzige, wenn Sie sich zurückerinnern an den Frust über die Pleite-Griechen, die um Alimentierung bettelten. Aber Klaus Bötig hatte das Pech, seine Glosse ausgerechnet für die Internetseite des Focus geschrieben zu haben. Das Printmagazin erschien nämlich gleichzeitig mit dem Titelbild der Aphrodite, die Europa den Stinkefinger zeigte. Große, große Aufregung in Hellas. Wüste Beschimpfungen gegen Deutschland – und jetzt tatsächlich der Versuch einer Athener Staatsanwältin, nicht nur das Dickschiff Focus, sondern auch den Reisejournalisten Klaus Bötig – Zitat – „aburteilen“ zu lassen am 29. Juni. Hintergründe zu diesem komplett absurden Verfahren gleich im Gespräch mit dem Delinquenten Klaus Bötig.

Ostern ist vorbei, aber als Ratzi auf dem Petersplatz sein Urbi und Orbi ins Mikro gemurmelt hat, da war es dort pickepacke voll. Mit Touristen. Und das waren beileibe nicht nur Menschen, die sich sagten, och, machen wir doch mal nen Umweg bei der Stadterkundung und schauen, was da für ne kostenlose Show geboten wird. Die Mehrzahl war eher spirituell bewegt und hatte sich extra für das Erleben dieses Momentes in Bewegung gesetzt. Und deshalb kümmern wir uns in diesem Reiseradio auch noch um das spirituelle Reisen als neu belebtes Marktsegment im Tourismus und hören dazu den Diplompsychologen Dr. Christoph Melchers von ZweiEinheit. Und wir haben ein Gespräch mit einem Tourismus-Manager, der ein Unternehmen leitet, das Spiritualität quasi schon im Firmennamen verspricht: Dr. Georg Röwekamp von der Biblische Reisen GmbH.

Und logischerweise suchen Karl Born und ich auch die Läster-Brotkrumen der Woche, was wegen der Oster-Lethargie der Branche nicht leicht war. Aber wir haben natürlich doch etwas gefunden.

Karl Born und das verpixelte Bayern

Warum sind die Griechen mit ihrer Leichtfüßigkeit immer schon unberechenbare Partner der Tourismus-Industrie gewesen? Warum werden Reisende gerade fast schon unzumutbar mit Flugplanänderungen drangsaliert? Warum läuft es so schleppend mit Ägypten? Warum haben der bayerische Innenminister (CSU) und der deutsche Innenminister (CSU) eigentlich diametral gegenüberstehende Ansichten, wo die Privatsphäre eines Menschen anfängt? Mein Lieblingsprofessor Karl Born versucht sich in Antworten.

Reiseradio 057 – Deutschlandtourismus boomt, aber: Warum meiden Ausländer den Osten? / 60 Jahre immer den Gleisen nach: Ameropa / Nicht nur für Leseratten: Dublin ist Literatur-Weltstadt

„Was mit Reisen“ mit dem touristischen Geheimtipp der Woche: Skifahren in Afghanistan. Ja, tatsächlich. Ein italienischer Alpinist will Bamian – etwa 250 Kilometer nordwestlich von Kabul gelegen – zum Wintersport-Reiseziel machen. Das war es nämlich schon mal, bevor die Taliban anfingen, ihr Unwesen zu treiben. Feinster Pulverschnee, unberührte Hänge. Nun ja, die Sicherheitslage ist noch ein kleines Problem, dass es keine Skilifte gibt oder keine Hotels oder Après Ski Kneipen – aber wer Tourismus macht, muss eben Visionen haben. Und noch gibt es wahrscheinlich günstige Investments. Wir werden an der Sache dran bleiben.

Ansonsten kümmern wir uns in dieser Sendung mehr um Naheliegendes. Den Deutschlandtourismus, der im vergangenen Jahr Rekorde feierte mit 380 Millionen Übernachtungen. Wie sind da die Trends für dieses Jahr, und woher kommen neben den Inlandsgästen denn die ausländischen Besucher – und was suchen sie?

Vor allem fragen wir uns auch, wohin gehen die ausländischen Deutschland-Touristen? Eines wissen wir sicher: sie gehen nicht nach Ostdeutschland. Das muss doch Gründe haben. Die Erklärungen liefert Professor Mathias Feige vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Uni München.

Deutschlandtourismus und Ameropa, das war in den Wirtschaftswunderzeiten eine feste Kombination. Ferien mit Bahnanreise. Sonderzüge, Blaskapelle am Bahnsteigrand. 60 Jahre alt wird Ameropa in diesem Jahr. Eine Firmengeschichte mit Höhen und Tiefen – und mit der Notwendigkeit, sich in Zeiten billiger Charterziele immer neu zu erfinden.

Literatur und Reisen – das bedeutet für viele, sich vor der Abfahrt noch schnell einen Reiseführer zu besorgen, oder ein spannendes Hörbuch für die Anfahrt oder einen Schmöker für den Strand. Man kann aber auch literarisch auf Reisen gehen. Und welche Stadt böte sich dazu mehr an, als die, die gerade von der UNESCO zur Welt-Literaturstadt erklärt wurde: Dublin. Was dieser Titel bedeutet, und was der geneigte, des Lesens kundige Besucher in Dublin erleben kann, dazu mehr in dieser Sendung.

Und natürlich werde ich mich nach der Lektüre der merkwürdigsten Meldungen der Woche wieder ganz prosaisch mit meinem Lieblingsprofessor auseinandersetzen, was wir vom Kinderbegrabschen auf Flughäfen, vom durchgeknallten Sicherheitswahn des Innenministers, von Richard Branson als Stewardess, von waffenschmuggelnden Lufthansa-Piloten, nicht richtig handfesten Lockerungen des Flüssigkeits-Verbotes, von Marbachs Scheitern und Schillers Wechsel zu halten haben…

Karl Born und der Kampf um die Liege

Warum lassen Richter arme Liegestuhl-geschädigte Urlauber im Regen stehen? Warum ist es nur ein zweifelhaftes Vergnügen, von Richard Branson mit Lippenstift bedient zu werden? Warum werden jetzt kleine Kinder schon in der Security begrabscht? Warum ist die neue Flüssigkeits-Verordnung konfuser als die alte? Warum hat Innenminister Friedrich den sexuellen Fetisch Datensammelwut? Warum flieht Ralph Schiller zu FTI? Sollte er Karnevals-Jungfrau werden bei REWE? Warum gibt die Bahn 5 Milliarden für Züge aus, die wir wahrscheinlich nie erleben werden? Warum gehen uns bloß nie die Themen aus für die akustischen Bissigen Bemerkungen mit Karl Born?

Reiseradio 055 – Kleine Fluchten: Germanwings wegen Flugsteuer nach Maastricht / Heidepark Soltau Sturz in die Krake / Südtirol lecker mit Bergblick / Frau Tonis Berliner Düfte – riechen wie Marlene

Bei „was Mit Reisen“ geht es heute mehr oder weniger um kleine Fluchten und um wohlige Momente für die Erinnerung. Wobei die erste Flucht sich eher mit der strategischen Überlegung einer Fluglinie befasst. Es geht um Germanwings und ihre Entscheidung, seit dieser Woche von Berlin aus die Passagiere im Dreiländereck rund um Aachen nicht mit zusätzlichen Verbindungen nach Düsseldorf oder Köln, sondern mit dem holländischen Grenzflughafen Maastricht zu beglücken. Ohne Flugstrafsteuer und daher konkurrenzlos günstig. Flug-Flucht ausgerechnet in die Niederlande, die den phantasielosen Finanzpolitikern in Berlin vergeblich klar zu machen versuchte, dass sie sich mit dieser Steuer nur Ärger, aber keine Gewinne einhandeln werden. Im Gespräch gleich Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann und der sich ins Fäustchen lachende Maastricht-Airport-Chef Sander Heijmans.

Für „kleine Fluchten“ stehen seit Jahren immer stärker die künstlichen Erlebniswelten. Ob sie nun Euro-Disney, Phantasialand, Rust oder auch Heidepark Soltau heißen. Geballter, wenn auch nicht billiger Spaß für die gesamte Familie. Selbst mit Hotelübernachtung und aufwändigen Shows. Das sind sozusagen konzentrierte Glücksmomente – wenngleich die, die im Marketing immer besonders herausgestellt werden, eher die sind, die einen sehr schnellen Adrenalin-Ausstoß bewirken: nämlich die spektakulären Fahrgeschäfte. Da will jetzt der Heidepark Soltau die Rollercoaster-Junkies anlocken mit der Krake. Was das ist, und warum man sie besser nicht nach Schweinshaxe fahren sollte, dazu gleich im Gespräch Hannes Mairinger, der Herr des Dive Coaster Ungeheuers.

Und dann wird es ganz lecker-sinnlich im Reiseradio. Wir haben die Krake zum Glück ja auch nur virtuell erlebt. Es geht um den Genuss des Essens und Geschmacks, der so wunderbar im Kopf hängenbleibt, wenn man schon längst wieder daheim ist. Südtirol ist so ein kulinarisches Schlaraffenland. Und weil Liebe immer durch den Magen geht, haben die Südtiroler ihre Küche und Kochkunst auch zum beherrschenden touristischen Thema 2011 gemacht. Dazu gleich Christoph Engl, der Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft.

Kommen wir zu einem weiterem Genussfeld. Dem olfaktorischen. Und bevor Sie jetzt zu Wikipedia stürzen. Es geht um den Geruch, die Düfte und die Verführung der Nase. Wir bleiben da in der Hauptstadt, sprechen aber nicht über die Berliner Luft mit ihrem ganz besonderen Duft. Sondern über eine Parfüm Manufaktur, bei der man heute noch das Originalparfüm von Marlene Dietrich kaufen kann. Oder sich selbst ein Duftwasser kreieren lässt, das auf ewig an den Besuch bei Frau Toni erinnert. Mit ihrer Enkelin und der Chefin der duftenden Versuchsküche, Stefanie Hanßen, unterhalte ich mich.

Und gleich darauf natürlich mit meinem Lieblingsprofessor Karl Born. Ramsis Revolverheld-Manieren, Antinoris Lufthansa-Flucht, Fiebigs Pseudo-Aufstieg bei REWE-Touristik und viel anderer touristischer Klatsch ist wieder mal Mittelpunkt in unserer kleinen Läster-Flucht.

Karl Born und seine Kopfnoten

Warum erwacht ein Verkehrsminister just in der Wahlnacht aus seinem Winterschlaf und „droht“ nun das an, was er schon vor Monaten aus Verantwortung für den Verkehrsstandort Deutschland hätte tun müssen? Nämlich die Bundesmittel für Stuttgart 21 zurückzuziehen? Warum entscheidet sich ein hochrangiger Lufthansa Manager wenige Tage vor seinem Amtsantritt in Wien, lieber den Konzern zu verlassen, als sich die AUA anzutun? Warum wird der Wechsel eines Vorstands zum Generalbevollmächtigten als Karriere verkauft, und nicht als ein Eingeständnis, dass manches nicht gut läuft bei der REWE-Touristik? Diese, und andere lästerhafte Fragen, versucht mein Lieblingsprofessor Karl Born wieder hart aber unfair zu beantworten. So, wie wir es an ihm lieben.

Reiseradio 054 – Traumjob Animateur? Wie junge Menschen und Personalexperten den früheren Aussteiger-Job bewerten // Die Trendscouts im Tourismus: wie „One World – Reisen mit Sinnen“ seine Nischen findet

Das Reiseradio nach einem Wahlabend, der sicher Konsequenzen über das Ergebnis hinaus haben wird. Was passiert jetzt mit dem angeblich alternativlosen Bahnprojekt Stuttgart 21? Fällt es vielleicht doch in die Mülltonne unnützer Entwürfe, und die Bahn bekommt Gelegenheit, mit den gesparten Milliarden den Streckenausbau vernünftig zu beschleunigen? Wird Wirtschaftsminister Brüderle den Absturz seiner Landes-FDP unbeschadet in Berlin überstehen, oder bekommen wir einen neuen zuständigen Fachminister für den Tourismus? Und vielleicht auch einen neuen Staatssekretär? Fragen über Fragen – und sicher sind sie geradezu herausfordernd für meinen scharf analytischen Lieblingsprofessor am Schluss der Sendung…

Ein ganz unpolitisches Thema ist heute unser Schwerpunkt. In diesen Tagen bekommen nämlich hunderter junger Menschen ihren letzten Schliff für die Sommersaison 2011. Sie werden von den Veranstaltern ausgebildet als Animateure. Und jetzt denken alte Touristiker: Huch, ausgebildet…? Ist Animateur nicht letztendlich ein Begabtenjob? Ich kann doch kein Lust-und–Laune–Diplom erwerben, so, wie das Zertifikat eines Jodelkurses… Aber von dem hohen Anspruch, nur natürliche Begabungen für die Truppe von der Spassanstalt einzustellen, haben sich die Veranstalter schon seit Jahren verabschiedet. Einmal, weil es diese natürlichen Begabungen fast gar nicht mehr zu geben scheint, und zweitens, weil der Job des Animateurs heute weit entfernt ist von dem Ur-Bild der Clowns, die ihn mal vor Dekaden prägten. Wir haben mit zwei jungen Menschen gesprochen, die das nach Schule und vor Studium oder Beruf machen wollen, aber haben uns auch unterhalten mit zwei Expertinnen von der TUI, die wochenlang durch das Land reisten, um überhaupt junge Menschen zu finden für einen Lebensabschnitt, der mal ein Junge-Menschen-Traum war.

Auf der ITB bekommt man ja schnell einen Tunnelblick, wenn man durch die Hallen hastet. Und dann fallen einem vielleicht noch großen, protzigen Stände auf, aber sicher nicht mehr die Standardcontainer, die manchmal liebevoll, oft aber auch nur lieb-naiv dekoriert sind, weil das Geld für mehr nicht reichte, und wo dann Touristiker drin hocken, die hoffen, dass irgendjemand im Vorbeihasten stoppt. Messe-Schicksal halt. Daran musste ich denken, als ich zu einem Stand kam mit einer Gesprächsverabredung. Ich war, neutral gesagt, ein wenig überrascht, weil ich mir die ITB-Repräsentanz von „One World – Reisen mit Sinnen“ irgendwie bombastischer vorgestellt hatte. Ein Reiseveranstalter, der geradezu Vorbild ist für so viele andere, die anspruchsvolle Erlebnisreisen zusammenbasteln. Umso interessanter das Gespräch dann mit dem Geschäftsführer Kai Pardon.

Also, es wird wieder sehr touristisch mit Hintergrund bei „was mit Reisen“ und seiner 54. Ausgabe. Aber dafür gibt es ja auch das Reiseradio für die Profi-Touristiker. Schön, dass Sie wieder dabei sind.

Karl Born und das politische Abklingbecken

Was hat die Wahlentscheidung des Sonntags für Auswirkungen auf den Tourismus? Warum werden im politischen Abklingbecken Wahlverlierer immer gerne mit tollen Posten in der Wirtschaft oder bei Lobbyverbanden belohnt? Warum fällt die Schadenfreude schwer angesichts der prognostizierten Mini-Einnahmen bei der Flugsteuer? Warum ängstigt sich kein Verantwortlicher um die Gefahr, die von unterbesetzten und müden Fluglotsen ausgeht, aber sehr wohl von unschuldigen Passagieren? Warum ist es für die Türkei ein Glück, dass sie für den Sommer jetzt schon fast ausgebucht ist, angesichts einer SAT1 Dramolette dieser Woche? Warum wollen wir nicht über unsinnige Casino-Projekte im fernen Sibirien oder Bettwanzen in Londoner Nobelherbergen sprechen. Ach, es gibt wie jede Woche so viele Fragen an meinen Lieblingsprofessor Karl Born.

Reiseradio 053 – Reisetrends 2011 / Olympia schauen mit Traumschiff oder Schlafbus / Wie finden Polen das Urlaubsland Deutschland? / Kino über den Wolken: die Condor rüstet auf / Dublin am St. Patricks-Day: der grüne Selbstversuch

Erkenntnisgewinne von der ITB sind wieder Hauptbestandteile des Reiseradios. Noch einmal zusammengefasst die Trends des Reisesommers – vorgetragen aus berufenem Munde – von Petra Hedorfer bis Jürgen Büchy.

Und wer war dieses Jahr Partnerland der ITB? Richtig: Polen. Die machen das nicht altruistisch, sondern erhoffen sich einen Boom für unseren Nachbarn als Urlaubsland. Wir haben auf der ITB die Frage nun anders gestellt: was empfinden die Polen, wenn sie an Deutschland als Ferienort denken? Prädestiniert für solcherart Befindlichkeiten ist der deutsche Kabarettist und Schauspieler Steffen Möller, der in Polen lebt und dort ein TV-Star ist.

Olympia wirft schon wieder seine Schatten voraus. 2012 in London. Da freut sich vor allem DERTour. Denn London ist erstens nicht zu weit entfernt, das fördert die sportlich-ambitionierte Reiselust, und begünstigt zweitens sogar Olympiareisen, bei denen man noch nicht mal eine Übernachtung benötigt im Hotel. Auf der ITB verriet Tom Rostek für den exklusiven Ticketagenten DER seine Reisepläne. Selbst das olympische Schlafen auf einem Traum von einem Schiff wird möglich sein.

Wenn es etwas gibt, über das sich Flugpassagiere ereifern können, dann ist das – neben der Legehennen-Haltung in den Airlines – das mangelhafte Unterhaltungsprogramm an Bord. Gerade die deutschen Airlines schneiden hier nur allenfalls im Mittelfeld ab. Das könnte sich bald ändern: die Condor bekommt ab Sommer das neueste Entertainment-System installiert, das es heutzutage über den Wolken gibt. Pikanterweise gebaut von der Lufthansa Systems. Der Apfel fällt eben manchmal doch etwas abseits des Stammes runter.

Wie schon gesagt: Mein Trip nach Dublin zum Nationalfeiertag hat Spuren hinterlassen im Reiseradio: Warum die Iren immer mit so komischen grünen Hüten herumlaufen und wieso das Bier-ähnliche Getränk Guinness seine medizin-ähnliche Farbe hat, das alles wurde im Selbstversuch ohne Furcht und Tadel herausgefunden für Sie.

Heute auch wieder im Einsatz bei mir – mein kränkelnder Lieblingsprofessor. Über grotesk hohe Flugpreise aus Japan heraus unterhalten wir uns genauso, wie über immer häufiger dem Alkohol zugeneigte Piloten und manchmal ausflippendes Bodenpersonal bei den Airlines.

 

Karl Born und die Schwachstelle Mensch

Wie teuer dürfen One-Way-Tickets aus Japan raus sein, bevor es anfängt, mehr als nur ein Geschmäckle zu haben? Warum liest man immer häufiger, so scheint es, über betrunkene oder zumindest schlaftrunkene Piloten? Warum sind Gäste einer gewissen irischen Airline tief drin masochistisch veranlagt? Und wie frivol darf eine Boden-Stewardess sein, wenn ein ganz-wichtig-Passagier ihr auf die Nerven geht. Karl Born und ich heben heute ab, bleiben aber auf dem Boden des fliegerischen Ungemachs.