Kenia-Virus durch Grosswild-Safari
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Reiseradio Gespräch mit Severin Schulte, Teil 1
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Reiseradio Gespräch mit Severin Schulte, Teil 1
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Reiseradio-Gespräch mit Severin Schulte, Teil 02
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Das Reiseradio meldet sich mitten aus dem Winter Wonderland Berlin, das heute am Sonntag noch ganz idyllisch und romantisch immer weißer wird, aber, weil keine faule Socke schippt, spätestens morgen im Berufsverkehr etliches von seinem Liebreiz verlieren dürfte.. Das ist in Werfenweng (www.werfenweng.eu) , wo ich gerade herkomme, natürlich ganz anders. Erstens gibt es dort im 900 Seelen Dorf nahe Salzburg in einem Sackgassen-Hochtal fast keinen Berufsverkehr, und zweitens ist es ja geradezu Tourismus-Konzept, das eigene Auto während des Aufenthaltes schön wegzusperren und die Angebote der SAMO, also der Sanften Mobilität des Ortes kostenlos zu genießen. Shuttle, Pferdekutsche und Langlaufski inklusive. Was sich hinter diesem ganzheitlichen Ganzjahresangebot verbirgt, erklärt uns nachher der Bürgermeister und Initiator Dr. Peter Brandauer.
Überhaupt ist Werfenweng ein Nabel dieser Reiseradio-Ausgabe 120. Da war letzte Woche einmal das neue Travel Charme Hotel Bergresort (www.travelcharme.com) Anlass für den Trip ins Salzburger Land. Für viele Hörer dürfte diese Hotelgruppe eher Synonym für hochwertiges Logieren an der Ostseeküste sein. Kein Wunder, denn in den ersten Jahren nach der Wende konnte die Gesellschaft der Treuhand über 20 der Muffelhotels des „Reisebüros der DDR“ abluchsen. Viele davon in absoluter Toplage, wenn auch dringend sanierungsbedürftig. Es wurde viel Geld hineingepumpt. Mit Erfolg. Die Travel Charme Hotels haben Spitzenwerte bei der Gästezufriedenheit. Nun will die Schweizer Muttergesellschaft raus aus der Regionalität und expandiert in andere Länder. Werfenweng ist, jetzt neueröffnet, das dritte österreichische Haus. Ganz in modernem Design und durch seine Größe der unbestrittene Platzhirsch am Ort. Über die weiteren Pläne der Gruppe sprach ich mit dem Travel Charme Geschäftsführer Thomas Haas.
Und weil ich nun schon mal vor Ort war, schaute ich als notorischer Nicht-Skifahrer auch gleich mal ins Salzburger Landes-Ski-Museum (www.skimuseum.at) hinein, das mitten im Dorf die Bretterl-Geschichte aufarbeitet. Sogar Großes wurde in Werfenweng entwickelt: Die Stahl-Kante am Ski, oh ja. Und es ist überdies der Beweis zu besichtigen, dass es mitnichten die Amis waren, die das Snowboard erfunden haben, sondern die Burschen aus der Region, schon hunderte Jahre zuvor. Diese und mehr Geschichten erfahren Sie gleich von Wolfgang Popp, der jeden Ski mit Namen kennt.
Kontrastprogramm im Reiseradio ist dann unser Topthema heute: das große Interview mit Dr. Berndt Schmidt, dem Intendanten des Friedrichstadt Palastes www.show-palace.eu) in Berlin. Gerade hat man für über neun Millionen eine neue Show auf die größte Bühne der Welt gebracht. Unverzichtbarer Bestandteil natürlich: die mit 32 Tänzerinnen längste Girlreihe der Welt, die so genannte Kickline, bei der absolut synchron die längsten Beine in kürzesten Höschen durch die Gegend wirbeln. Die Show mit ihrer spektakulären Bühnentechnik ist eigentlich ein Muss für jeden Berlin-Besucher. Sie hat absolut Las Vegas Format – aber ist interessanterweise vor allem für viele Westdeutsche und ausländische Besucher ein immer noch verborgener Schatz. Das könnte sich nach diesem Reiseradio-Gespräch und den Filmen auf der „Was mit Reisen“-Website ändern. Vor allem bei den Touristikern, die mit Städtereise-Programmen zu tun haben.
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Reiseradio-Gespräch mit Travel Charme GF Thomas Haas
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Das Reiseradio ist mit vielen Eindrücken zurück nach einer weiteren Woche Programm-Pressekonferenzen. Höhepunkte in dieser Sendung: Firmenchef Willi Verhuven von Alltours und Christian Clemens, der neue Topmanager bei TUI Deutschland, geben ausführliche Interviews. Damit kann das Reiseradio in dieser Ausgabe von „Was mit Reisen“ seine Stärke voll ausspielen: Im Originalton können schließlich nur die wenigsten aus der Branche den Big Bossen zuhören. Vor allem bei Christian Clemens, dem Neuimport aus Schweden, werden die Touristiker dankbar sein, seine Visionen für die alte Tante TUI endlich mal aus erster Hand zu erfahren: nicht zusammengekürzt in Print-Interviews, sondern in erstaunlich flüssigem und sympathischem Deutsch direkt aus seinem Mund. Und auch Willi Verhuven, dem sein knorriger Ruf nicht nur als Managerschreck vorauseilt, erweist sich beim ausführlichen Gespräch auf einmal als witziger, nachdenklicher Mover und Shaker.
Höhepunkt diese Woche war natürlich der erste Auftritt von Christian Clemens vor ca. 80 Journalisten – und erstmals auch Bloggern – in Dubai. Nach 12 Jahren Dr. Volker Böttcher gab es eine gewisse Premierenspannung, denn bisher konnte man ja nur mediale Bruchstücke über die neue Nummer Eins der deutschen TUI erfahren. Würde er Deutsch sprechen, obwohl er es gerade erst lernt? Was für ein Typ Manager ist er? Der, vor dem die Reisebüros zittern müssten, wie unter der Hand von Interessensvertretern kolportiert wurde? Oder der nette Onkel Christian aus dem Ikea-Land, der mit Motivations-Elan den manchmal etwas Behörden-haften Marktführer aufmischen möchte? Sie dürfen gespannt sein, auf das große Reiseradio-Interview gleich am Anfang der Sendung.
Inhaltlich bot die TUI in Dubai keine neue Sensation mehr. Das Topthema wurde nämlich aus Anzeigen-Gründen schon vor der Pressekonferenz in den Fachmedien publiziert: eine neue Struktur für die exklusiven Angebote aus Hannover. Man nennt es Reisewelten, und es hört sich nach viel tiefenpsycholgischer Vorarbeit an. Im Kern dreht sich der gar nicht mal so neue Beratungs-Ansatz nun um soziale Cluster und Vorlieben der Urlauber. Erst werden die Wünsche definiert, und dann soll man wie aus Wunderhand perfekt in eine der sieben Reisewelten passen – und idealtypisch auch in einem der zugeordneten Konzepthotels sein Ferienglück finden. Ob und wie das passiert, darüber unterhalte ich mich gleich mit Dr. Oliver Dörschuck, dem TUI-Cheftouristiker.
Mit solchen feinziselierten Überlegungen, wie denen aus Hannover, kann Willi Verhuven für sein Alltours-Reich naturgemäß weniger anfangen. Und trotzdem fährt er mit seiner Wadenbeißer-Strategie gegen die Großen äußerst erfolgreich und hat sich einen erklecklichen Marktanteil bei den Veranstalterreisen sichern können. Alltours und Bye Bye bedienen eher den preissensiblen Markt. Da ist immer noch die Kalkulation das Maß aller Dinge – und natürlich ein ordentliches Produkt, das sein angespartes Geld wert ist. Neuestes Kind im Programm: das, was man früher mal „Autoreisen“ genannt hätte; jetzt aber „Mitteleuropa mit individueller Anreise“ heißt. Denn auch im Günstig-Segment wird Flexibilität immer mehr verlangt. Genau wie bei der klassischen Flugpauschalreise in die Sonne. Wo andere ixxen, nennt Verhuven es Hybrid. Was dahinter steckt bei Bye Bye, das verrät er uns auch gleich im Gespräch.
Ein bisschen Zeit blieb auch noch in Dubai für Entdeckungen. Ich habe für Sie einmal den teuersten Tauchgang der Welt ausprobiert: den ultimate dive im Fantasie-Hotelresort Atlantis auf der Palme. Dahinter verbirgt sich ein Abtauchen in dem legendären Aquarium namens Ambassador Lagoon, das ja das Herzstück ist der märchenhaften Unterwasserwelt des Themenhotels. Auf etwa 12 Meter Tiefe ist man umgeben von tausenden von Fischen und Hunderten Haien und großen Rochen. Fütterung inbegriffen. Die Hand ist zum Glück noch dran und konnte hinterher gut das Mikrophon halten hinterher für ein interessantes Gespräch mit dem Herrn der Atlantis-Unterwasserwelt, Robert Bennett.
Der Moderator auf 10 Meter Tiefe inmitten von 10 Millionen Liter Wasser – Haie und Rochen inklusive. Der „ultimate dive“ in der Ambassador Lagune des Hotels Atlantis in Dubai. Beide Unterwasserfotos (c) Manuela Kirschner
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Gespräch mit dem Chef der Atlantis-Großaquarien, Robert Bennett
Ein bisschen schaut es aus, wie aus einem Roman von Jules Verne: Spazieren unter Wasser mit Panoramablick. Das Haibecken im Atlantis-Hotel in Dubai – da, wo auch die Superrutscher (allerdings in einer Plexiröhre) durchflitzen – konnte ich (links) auch hautnah kennenlernen…
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Das Reiseradio befindet sich, wie die meisten Reisejournalisten, gerade in der Karawane der Programm-Pressekonferenzen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Der Sommer 2013 wird vorgestellt und beworben. Ohne echte Neuigkeiten, so scheint es bisher, aber mit durchaus gelungenem Feintuning am bestehenden Produkt. Nach all der Technik-Diskussion rücken wieder die Urbedürfnisse des so individuellen Reisenden in den Fokus. „Mix and Match“ für Zielgruppen-Wünsche scheint die neue touristische Weltordnung zu sein – oder zumindest die im Produktportfolio. Maßgeschneiderte Produkte für jede Gefühlslage und Befindlichkeit.
Vor allem die Etablierten rücken da unbewusst zusammen. An Stelle des Kampfpreises zählen wieder weichere Werte, wie Exklusivität, Service, Verantwortung und Komfort. Angesichts der günstigen Prognosen zum weltweiten Tourismus für die kommenden Monate – und die deutschen Reise-Weltmeister werden sich dem nach heutigem Wissensstand auch nicht verschließen – darf es also durchaus wieder etwas Mehr sein. Vor allem mehr von dem, was die reine Internet-Konkurrenz schwer bieten kann.
In Oberursel spielten sie vergangene Woche die Reise nach Jerusalem in sehr humaner Form. Am Ende waren nämlich genug Stühle für alle da. Michael Tenzer übernimmt ein Stück weit die Rolle von Peter Fankhauser und ist nun verantwortlich für alle deutschsprachigen Märkte von Thomas Cook und Neckermann. Zusammen mit Carsten Seeliger für Service und Qualität und Georg Welbers für Marketing und Vertrieb wird er 2013, wenn „50 Jahre Neckermann Reisen“ zu feiern sind, ein Reiseprogramm verantworten, das, so deutlich wie lange schon nicht mehr, nicht mehr nur auf günstige Preiskalkulationen setzt, sondern auf Mehrwert für individuelle Kundenwünsche. Mehr dazu gleich im Gespräch mit Michael Tenzer.
Die britische Zentrale von Thomas Cook sitzt in Peterborough. Wie passend für Peter Fankhauser, den neuen CEO für Großbritannien und Kontinentaleuropa und damit starker Mann neben Harriet Green. Der Schweizer zog vor den Journalisten in Dubrovnik durchaus kritisch Bilanz seiner elfjährigen Amtszeit, die mehr als turbulente Jahre für den Tourismus beinhaltete. Dass die deutsche Thomas Cook Zentrale im Konzern gerade so glänzend dasteht, ist nicht zuletzt sein Verdienst. Im Reiseradio erzählt er gleich, warum er sich gerne als Rasenmäher sieht, und den grünen Rasen kurz hält. Frau Green wird sich freuen.
Die Kölner Touristiker der REWE-Gruppe lassen es einmal im Jahr so richtig krachen für den Vertrieb. Da werden etwa 1500 Expedienten und Partner eingeladen zu einer Hausmesse und einem Gala-Abend, der in seiner dramaturgischen Wucht einmalig ist in der Branche. Dieses Jahr fand der Event in Salzburg statt, in der altehrwürdigen Felsenreitschule – sonst das Epizentrum der Festspiele. Der Protzfaktor, auf der streng limitierten Einladungsliste zu stehen, ist hoch. Der Neidfaktor bei denen, die draußen bleiben müssen, mindestens ebenso. In der Felsenreitschule gab es für die perfekte Rundum-Inszenierung jedenfalls wieder Applaus-Orgien, wie sie der Salzburger Bürgermeister selbst in der sommerlichen Kultur-Hoch-Zeit nach eigenem Bekunden noch nie erlebt hat. Die Macherin des Spektakels, Vertriebs- und Marketingchefin Svenja Bielinski, gleich im Gespräch.
Aber vorher natürlich Sören Hartmann, der REWE-Touristiker. Stabiles Gästeaufkommen, leichtes Umsatzplus und Rückjustierung der touristischen Landschaft nach dem Umrouten im Krisenjahr 2011 bildeten für ihn ein stabiles Fundament, neben der Pflicht auch ein wenig in Kür zu machen. Im ersten Moment klingt das vielleicht ein wenig komisch, wenn der traditionelle Familienreiseveranstalter ITS nun auch zusätzlich einen Familienkatalog herausgibt, aber, wie schon gesagt, die passgenaue Zielgruppenansprache ist das neue Credo der Branche. Und dass der Ex-Robinsonchef nun auch seinen Calimera-Katalog präsentieren kann, dürfte Sören Hartmann trotz aller Dementis auch auf der Meta-Ebene glücklich gemacht haben. Dies und mehr gleich im ausführlichen Interview.
Und noch Wissenswertes zu Kroatien erfahren Sie in dieser Ausgabe von „Was mit Reisen“. Das Land meldet sich kraftvoll zurück im Tourismus. Die Landschaft ist ja auch einmalig am Mittelmeer. Der Service macht Fortschritte, und bei den Hotels läuft es nach jahrelanger Investitions-Zurückhaltung wieder erfreulich rund. Größter Platzhirsch ist die Valamar-Gruppe, deren Führung aus Deutschland kommt. Ich sprach mit Vorstand und Geschäftsführerin Sandra Enders über Hotelstandards, Preise und Pläne.
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Gespräch mit Thomas Cook Reisen Chef Michael Tenzer