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Hintergrund, Klatsch und Service für Touristik-Profis

Karl Born und die Speckröllchen

222 Kilometer rennt Norman Bücher durch den brüllend heißen und nicht ungefährlichen Regenwald. Ich hoffe, dass demotiviert jetzt gleich nicht meinen Lieblingsprofessor Karl Born, der so stolz auf seine überlebten Halbmarathons ist, für die er so viele sonntägliche Sahnetorten entbehren musste. Kein Wunder, dass er letzte Woche empört war über dasangebliche Speckröllchen Piepsen des Nacktscanners am Flughafen in Zürich. Logisch, darüber müssen wir noch ein wenig lästern. Und über Stuttgart 21, unser zweites Dauerthema neben dem Sicherheits-Check-Unsinn auf den Flughäfen dieser Welt.

Karl Born verteidigt den Ballermann

Alles sollte so schön werden bei Stuttgart 21. Zumindest auf den perfekten Computer-Simulationen wurde aus einem strunks-langweiligen Bahnhofs-Schmuddel-Areal eine schwäbische Weltmetropole mit futuristischem Gleisanschluss.

Alles so schön bunt und modern mit putzigen Menschlein an noblen Einkaufspassagen und viel urbaner Grünfläche obendrauf und luxuriösen Gebäuden, wo früher mal die Gleise störten.

Und nun reibt man sich verwundert die Augen: die betroffenen Stuttgarter wollen all das augenscheinlich gar nicht. Sie haben nämlich hinter die hübschen Computer-Simulationen geschaut und gemerkt, dass die Politiker und Fachleute ihnen allenfalls die halbe oder Viertel-Wahrheit gesagt haben. Mal abgesehen vom Preis, der geradezu obszön in die Höhe schnellt.

Nun haben wir die regionale Neuauflage von „Wir sind das Volk“ im beschaulichen Stuttgart. Das größte anzunehmende Politik und PR-Desaster, seit Baden und Württemberg zusammengeschweißt wurden.

Kleiner Trost für die Politiker, Lobbyisten und Geschäftemacher: so was passiert nicht nur in Stuttgart. Selbst in Malle gehen die Bürger gegen eine schöne Vision auf die Strassen. Vielleicht auch gar nicht so sehr gegen die Vision – aber auf jeden Fall gegen die Arroganz der Politiker, die sich augenscheinlich nicht mehr um ihr Volk scheren…

Und das ist doch einen echten Karl Born wert…

http://reisen.t-online.de/mallorca-vorerst-keine-neue-strandpromenade-fuer-palma/id_42741464/index

Karl Born und die Flug-Strafsteuer

Immer noch Aufreger der Woche: Die Strafsteuer für das Fliegen. Klar gesagt ist es die unverfrorene Abzocke einer Regierung bei einer Branche, von der sie genau wusste, dass sie unfähig ist bei all ihren Eitelkeiten und Partikularinteressen, sich zu wehren. Noch gibt es zwar große Chancen, dass das Verfassungsgericht diese unausgegorene Abgabe verhindert, weil sie wegen der kruden Entfernungs-Einteilung, der Ausklammerung der Fracht- und Privatflieger – und der ausländischen Airlines – gegen vielfache Gleichbehandlungs-Grundsätze und europäische Normen verstoßen könnte, aber erst mal ist sie da. Das ist für jeden Touristiker geeignet, um in die Luft zu gehen. Mein Lieblingsprofessor Karl Born nimmt es wörtlich. Er rast gleich ins All – und ich musste ein bisschen Mission Control spielen, um ihn wieder herunterzuholen.

Karl Born und das vorwitzige Google-Auge

Bei Google Earth die Kölner Frankenwerft eingegeben und schon konnte ich mich virtuell aus dem All bis an den Anleger 3 herunterstürzen… Selbst die Anzahl der Liegestühle auf dem Sonnendeck des Schiffes, das da gerade vor Anker lag, konnte man zählen, so hoch ist die Auflösung. Gab es eine weltweite Bürgerbewegung dagegen? Müsste mir entfallen sein. Aber jeder Datenschutz-Hansel, und wer sich selbst dazu berufen fühlt, dreht gerade durch, wenn die Sau „Google Street View“ durchs mediale Dorf getrieben wird. Also Satellit umprogrammiert auf Lanzarote, Hotel XXZ, und mal schauen, was mein Lieblingsprofessor Karl Born gerade treibt…

Karl Born und die Gebühr am Pool

In Amerika und der Karibik macht sich neuerdings ein Verbraucher-unfreundlicher Trend in Hotels breit. Ähnlich, wie bei den Billigfliegern gibt es den Grundpreis, und am Ende werden auf den Rechnungsbetrag noch unzählige Gebührenaufgeschlagen: vom Trinkgeld für Kofferträger und Pool-Service, Klimaanlagen-Obulus, bis hin zu saftigen Service- und Reinigungs-Pauschalen. Das ist das Thema heute mit dem urlaubsreifen Karl Born – der schnell noch einmal nachschaute. In seinem Hotel ist zum Glück alles inklusive…

Karl Born und Sarkozys Lotterbett

Mit Professor Karl Born werde ich gleich mal wieder ein paar Themen überfliegen aus dieser Woche. Unsere Hass-AirlineRyanair hat nämlich einen ebenbürtigen Partner bekommen. Easyjet. Was die sich kaltschnäuzig derzeit erlauben mit ihren Passagieren, ist, sehr gelinde ausgedrückt, eine Unverschämtheit… Und was am anderen Ende der Fresskette, nämlich im neuen Privatjet des zu kurz gekommenen französischen Präsidenten an Luxus-Obszönitäten eingebaut wird für einen Emporkömmling, das ist schon einen Aufreger wert, aber dürfte wenigstens den deutschen Steuerzahler beruhigen, der wieder mal sieht, wie bescheiden Angie gepolsterte Holzklasse fliegt…

Karl Born und das Ekel-Reise-TV

Um schlechten Journalismus geht es in den Bemerkungen mit Karl Born: über das neue Ekel-Reise-TV bei den privaten Kommerzsendern und über fragwürdige Umfragen und Studien, mit denen sich touristische Pressestellen wie trojanische Pferde in die Reiseteile schleichen wollen.

Karl Born und die Hitze bei der Bahn

Professor Karl Born glaubt nicht, dass die Bahn auf absehbare Zeit ihre Probleme in den Griff bekommt. Die Hitze hat die Spitze des Eisbergs nur zum Schmelzen gebracht. Versagen hat einen Namen – Mehdorn – und ein Projekt: Börsengang. An dieser Kombination – so meint er – werden sich die Service-Mitarbeiter noch lange die Zähne ausbeißen.

Karl Born und „armen Säue“ bei der DZT

Deutschland ist auch touristisch der Hit. Egal ob nach der Asche, trotz des miesen Frühlings – die Menschen reisen zwischen Alpen und Küste. So stark, wie schon lange nicht mehr. Und auch die Ausländer haben unser Land wieder als Destination entdeckt. Das ist doch ein schönes Thema für unseren wissenschaftlichen Reiseradio-Beirat, Professor Karl Born, der schon mal den DZTlern bescheinigt, dass sie im Grunde „arme Säue“ seien – den Erfolg pachten immer die anderen; einen Misserfolg müssen sie ausbaden.

Karl Born und der Plane Wash

Karl Born konnte ein Werbefilm der russischen Avianova nicht überzeugen. Dabei hatten die hochhackigen Blondinen doch alles getan, um das Flugzeug unter Aufbietung aller Kräfte schön sauber zu machen. Angesichts des eindeutigen sexistischen Inhalts und des überproportional hohen Frauen- und Schwulenanteils in der touristischen Arbeitnehmerschaft fanden wir es dann doch einigermaßen erstaunlich, dass es der meistgeklickte Link auf einer touristischen Nachrichtenseite war…

Überhaupt sind Airline-Geschichten der Schwerpunkt unseres Skype-Talks heute. Nur Fliegen ist schöner.